credit photos: @gettysport-Tim de Waele

27.02.2018

GP Samyn

Was soll ich sagen?

Das meine Form gut ist wusste ich bereits. Auch dass es heute vielleicht etwas zu holen gäbe war mir klar.

Aber auch das es extrem kalt werden würde stand im Vornhereinn fest; doch dass es so kalt war, dass mir das Wasser aus der Trinkflasche an der Öffnung festfror habe ich noch nie erlebt. Ich musste erst das Eis wegkauen bevor ich was trinken konnte!

 

Trotz der extremen Wetterbedingungen wurde das Rennen über die vollen 200km ausgetragen.

Mit dabei zunächst 4 Anstiege und dann 4 Kopfsteinpflastersektoren auf der 25 Kilometer langen Schlussrunde, die 4 mal zu fahren war.

Doch damit nicht genug war auch der Wind heute wieder mit von der Partie.

 

Deswegen war das Rennen auch wieder super hektisch und alle wollten vorne fahren.

Als am erwarteten „Windkantenpunkt“ aber nichts passierte ließ der allgemeine Stress nach und alle begannen sich zu entspannen, bis Etixx dass dann aber kurz später eiskalt ausnutzte und das gesamte Feld übertölpelte.

 

Wir waren also im Feld zurückgeblieben und versuchten dann doch noch irgendwie nach vorne zu kommen.

Auf der Schlussrunde ging es dann heiß her und es wurde ständig attackiert.

In dieser Phase des Rennens waren wir dann wieder extrem aufmerksam und präsent. Die entscheidende Attacke haben wir aber verschlafen.

 

Während immer wieder einzelne Fahrer aus der Spitzengruppe „zurückbröckelten“, sammelten wir immer mehr Fahrer ein, bis kur noch 6 an der Spitze übrig blieben.

 

Hinten wurde es im Finale dann nochmals richtig schnell und in der letzten Runde flog alles komplett auseinander. 6 Fahrer konnten sich auf dem Pflaster absetzen. Ich war mit dabei.

Für meine Gruppe ging es also um Platz 7.

Im Schlussspurt musste ich nochmals richtig tief gehen und kämpfte gegen das Laktat in meinen Beinen an um mein 1. Top 10 Ergebnis seit langer Zeit einzufahren.

 

Der heutige Tag mit meinem 8. Platz gibt mir auf jeden Fall viel Selbstvertrauen für die Zukunft.

Das heutige Rennen war extrem hart und am Ende waren alle auf der letzten Rille.

Nach diesem erfolgreichen Eröffnungswochenende der Klassikersaison habe ich mir jetzt erstmal eine kurze Rennpause verdient.

Ihr hört von mir

Euer Nico

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Bild: @jeredgruber

25.02.2018

Kuurne-Brüssel-Kuurne

Erneute Temperaturen unweit des Gefrierpunktes und auch wieder ein eisiger Wind gab es heute als Beilage zu dem Kopfsteinpflaster.

Bei mir lief es heute erneut richtig gut.

Am Start durfte ich mich erstmal von den Anstrengungen des Vortags ausruhen und im Feld verstecken.

Ernst wurde die Sache dann erst als wir bei Kilometer 90 auf den 2. Helling des Tages zusteuerten. Den Kanarieberg. Von dort an blieb ich dauerhaft unter den ersten 30, nachdem ich zunächst Oliver nach vorne gebracht habe.

Nach einem großen Sturz in der Abfahrt von der Cote du Trier (km 107) riss das Feld auseinander und ich war unter den 30 Mann die vor dem Sturz bleiben konnten.

 

Im Aufstieg des Alten Kwaremont (DEM Berg der Flandernrundfahrt) explodierte unsere Gruppe dann und ich konnte gerade so noch nach vorne springen.

Mit dem eingeholten Bagdonas (aus der ursprünglichen Spitzengruppe) waren wir zu zweit unter den 21 Fahrern nebst sämtlichen Favoriten.

Da Oli durch den Sturz hinten im Feld war beteiligten wir uns aber nicht mit Vollgas an der Führungsarbeit sondern gingen lediglich mit durch.

 

Hinten im Feld organisierten sich derweil die Teams die durch die aktuelle Rennsituation ins Hintertreffen Geraten waren und schlossen die Lücke nach vorne knappe 50km später als es auf den abschließenden Rundkurs ging.

Von nun an stellte ich mich wieder in den Dienst von Oliver und brachte ihn nach vorne, nachdem er auf dem technischen Stadtkurs erneut zu Fall gekommen war.

 

Am Ende steht für uns ein 11. Platz im Massensprint. Ich selbst rollte auf Rang 39 über die Linie.

Wieder nicht das überragende Ergebnisse aber die Richtung stimmt.

Für mich persönlich war es ein sehr guter Tag, da ich nach dem extrem intensiven gestrigen Tag heute trotzdem vorne mit dabei war und mit den absoluten Favoriten in der entscheidenden Situation mitfahren konnte.

Das gibt Hoffnung und Schub für die Zukunft!

 

Morgen steht dann die Regeneration im Vordergrund, bevor es am Dienstag in Samyn nochmals all in geht.

Bis denne

Euer Nico

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24.02.2018

Omloop Het Newsblad

Ja es ist wieder an der Zeit. Vergesst alles andere, schaltet den Fernseher an es ist die schönste Jahreszeit. Der Frühling oder zumindest die Frühjahrsklassiker haben wieder begonnen.

 

Die schönsten und härtesten Rennen im Radsportkalender finden allesamt in Belgien statt. Heute war die Eröffnung dieser Rennen mit dem Omloop Het Newsblad.

Knackige Temperaturen und ein eisiger Ostwind mit 50 km/h sorgten für die nötige Erfrischung.

Glücklicherweise war zumindest die Sonne mit von der Partie und spendete etwas Wärme.

Ich muss dazu sagen, dass ich die Temperaturen um die 5-7 Grad dann trotzdem lieber habe als noch die Hitze in Australien.

 

Nachdem die letzten Jahre jeweils Start und Ziel in Gent war, hat die Organisation dieses Jahr die Mauer vor Geerardsbergen wieder mit ins Programm aufgenommen und dementsprechend die Zielankunft verlegt.

Der starke Ostwind hatte einen starken Einfluss auf das Renngeschehen.

Zunächst einmal ließ er die Ausreisser vorne einen nach dem anderen sterben und siebte das Peloton dahinter ordentlich auf. Im Finale blockierte er dann von vorne kommend aber das Rennen, sodass eine relativ große Große Gruppe geschlossen ins Ziel kam.

Beeindruckend war wieder einmal die Fahrweise von unserem Team.

Noch vor 2 Jahren waren wir mehr als Aussenseiter bei den Klassikern und mehr zum Zuschauen angereist als wirklich etwas zu bewegen.

Doch heute gehören wir zu den ganz großen. Mit einem Leader wie Oliver Naesen stellen wir einen der aktuell besten Klassikerfahrern. Doch auch dahinter sind wir stark aufgestellt.

Während wir damals nur irgendwo versteckt mitrollten nahmen wir heute die Sache vom Start an in die Hand.

Als erstes Glied in der Kette war es meine Aufgabe im Feld das Tempo zu machen um die Ausreisser zu kontrollieren.

Ich setzte meine Serie an der Spitze des Feldes also fort, nachdem ich 2018 bereits in jedem Rennen auf europäischem Boden mit in die Verfolgungsarbeit involviert war.

 

Danach übernahmen meine Kollegen um Oli in die Kopfsteinpflastersektorennund die Hellinge vorne rein zu fahren, sowie das Rennen schwer zu machen.

Ich konnte mich derweil etwas erholen und meine gute Form der vergangenen Wochen bestätigen, indem ich im Finale vor der Muur nochmals für Oli von vorne fuhr.

Bis dato ein perfektes Rennen für uns.

Im Ziel bleibt aber einzig die Enttäuschung.

Auf der Habenseite steht lediglich ein 18. Platz durch Silvan Dillier, und dass obwohl Oli 2km vor dem Ziel noch mit 12 Mann vorne raus war.

Aber manchmal bevorzugen manche Fahrer lieber selbst zu verlieren als überhaupt zu versuchen zu gewinnen. Keiner wollte mit Oli fahren und somit konnte sich dann ein Outsider absetzen und den Sieg feiern während wir in die Röhre guckten...

Passend dazu mein persönliches Ergebnis (welches normalerweise nicht mehr von Bedeutung ist): 61. und somit genau 1 Platz hinter dem letzten UCI-Punkt...

 

Morgen geht es dann weiter mit Kuurne-Brüssel-Kuurne wo wir dann hoffentlich mit dem Resultat belohnt werden, dass wir verdient haben...

Also morgen unbedingt wieder Eurosport einschalten!!!

Euer Nico

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19.02.2018

Kalter Wintertag

Nach einem intensiven Rennwochenende verläuft ein klassischer Radfahrermontag im Normalfall eher gediegen.

Man fällt in ein kleines Loch und die Erschöpfung die sich übers Wochenende angesammelt hat fällt über einen her.

Um dem entgegenzuwirken geht es zumeist noch 1,5h aufs Rad für eine lockere Runde im Idealfall mit Kaffeestop.

 

Da ich letzte Woche unteranderem durch das Wetter nicht so viel trainieren konnte habe ich zusammen mit meinem Trainer beschlossen heute etwas länger fahren zu gehen.

Der Gedanke dahinter ist, vor den Klassikern nochmals einen ordentlichen Block zu fahren um mich dann Dienstag und Mittwoch nochmals zu erholen.

In diesem Sinne quälte ich mich heute bei Temperaturen um den Nullpunkt auf meine Rennmaschine und los ging. Nach der vielen Führungsarbeit der letzten beiden Tage und einer Normalized Power von über 300W bei 4,5 und 5,5 Rennstunden (!!!) war ich heute morgen dementsprechend erschöpft.

 

Nach 1,5h traf ich mich mit meinem Vater zum Motortraining. Ziel hierbei war es 2 Stunden lang einfach nur locker die Beine zu drehen.

Auch wenn wir vergleichsweise nicht schnell fuhren merkte ich schnell, dass meine Beine komplett leer waren.

 

Trotz allem gingen die Zeit dann irgendwann auch wieder vorbei und sowohl mein Vater -dem ich hiermit nochmals ein Riesen Dankeschön aussprechen möchte; er ist bei Wind und Wetter immer bereit mit seinem Motorrad mein Training zu unterstützen- als auch ich waren komplett durchgefroren. Also schnell nach Hause unter die heisse Dusche.

 

Aber ganz direkt war mein Heimweg dann doch nicht: In Eile um rechtzeitig zum Treffpunkt zu kommen bin ich heute morgen ohne Essen oder Geld aus dem Haus und nach 3,5 Trainingsstunden bekam ich dann doch etwas Hunger.

Kurzerhand fuhr ich an eine Tankstelle um mir eine Kleinigkeit zu holen und es war tatsächlich meine Apple Watch die mich vor einem Hungerast rettete.

Rein in die Tankstelle ein Bounty gegriffen und die Uhr an das Kartenlesegerät gehalten. Ein kurzes „Biep“ und schon wieder raus aufs Rad.

Super einfach und für mich doch der Retter in der Not…

 

Die nächsten 2 Tage werde ich die Beine dann jetzt aber doch etwas hochlegen können und kräftig regenerieren bevor ich Mittwoch Abend nach Brüssel fliege.

Dort werde ich dann mit dem Rest der Mannschaft die Strecke des ersten großen Klassikers des Jahres genauer unter die Lupe nehmen.

Bis dann

Euer Nico

18.02.2018

Tour du Haut Var- 2.Etappe

Nach einem erneut hektischen Start konnte ich mich nach den gestrigen Anstrengungen erstmal etwas ausruhen, da Direct Energie die Verfolgungsarbeit übernahm um das Leadertrikot zu verteidigen.

Meine Beine waren erwartungsgemäß noch etwas matschig vom Vortag, wurden im Verlauf der 189km aber immer besser.

Da der Bestplatzierte in der Spitzengruppe bereits 6 Minuten Rückstand in der Gesamtwertung hatte, zeigte Direct Energie keine große Motivation die Gruppe wieder einzuholen, sodass wir beschlossen die Sache in die Hand zu nehmen.

 

Das bedeutete schlussendlich, dass ich wieder von vorne fahren durfte.

Zunächst beschleunigte Astana 2 Runden vor Schluss auf dem 11km langen Rollerberg und zog das Feld in die Länge. Dabei schlugen sie aber ein zu hohes Tempo an und übernahmen sich selbst, sodass einer nach dem anderen nach nur kurzer Zeit aufplatzte.

Jetzt nahmen wir das Zepter in die Hand und drückten richtig drauf.

 

In def Führung fiel mein Tacho nicht unter 400W, sodass das Feld unter unserem Tempodiktat auf unter 50 Mann zusammenschmolz.

Wir hielten dieses hohe Tempo bis zum letzten Anstieg, wo mein Arbeit dann beendet war und ich völlig entkräftet ausscherte.

 

Unser Ziel Etappensieg beziehungsweise die Rundfahrt noch für uns zu entscheiden gelang nicht ganz.

Alexis Vuillermoz wurde nicht nur Tageszweiter, sondern nahm auch Platz 2 in der Gesamtwertung ein. Der Gesamtsieg ging nach 2 (!) Tagessiegen verdient an Hivert von Direct Energy.

Gegen ihn war an diesem Wochenende einfach kein Kraut gewachsen.

 

Dennoch haben wir uns nichts vorzuwerfen, da wir alles für einen möglichen Sieg getan haben.

Trotzdem ist es natürlich enttäuschend schon wieder so knapp an einem Sieg vorbeigeschrammt zu sein...

 

Mein Blick geht nun in Richtung Klassiker, die mit dem Omloop Het Newsblad am Samstag beginnen.

Ich fühle mich fit und bereit. Jetzt gilt es nur noch in dieser letzten Woche nicht mehr krank zu werden!

Bis dann

Euer Nico

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17.02.1018

Tour du Haut Var 1.Etappe 

Nach der letzten Woche in Laigueglia habe ich es im Training etwas ruhiger angehen lassen.

Die zusätzliche Freizeit habe ich dann auch direkt für einen Kurztrip nach Köln genutzt um bei der Firma Solstar vorbeizuschauen.

Diese sind auf Carbon-Schuh-Einlagen spezialisiert.

 

Zuerst wird ein Scan des Fußes erstellt um dann auf einem Carbon-Rohling verschiedene Anpassungen vorzunehmen. Es entsteht nun also ein Sohle die spezifisch auf meinen Fuß angepasst ist.

Den Unterschied merkt man auf dem Rad sofort.

Selbst auf dem Hometrainer vor Ort hatte ich direkt win positives Gefühl.

 

Mit meinen neuen Einlagen im Gepäck bin ich gestern also wieder nach Nizza geflogen.

Diesmal blieben wir auch in Frankreich und zwar für die Tour du Haut Var.

 

Die erste Etappe hatte es auch gleich wieder in sich.

Auf dem 169km langen Teilstück waren knapp 2900hm zu bewältigen.

Die Straßen in der Region Haut Var sind dabei (fast) alle relativ schmal und es geht dauernd nur hoch und runter...

Dazu kommt noch, dass für den ganzen Tag Dauerregen angesagt war; wir nahmen also das erste Regenrennen im Jahr 2018 in Angriff!

 

Der Start war mal wieder ganz französisch; soll heißen eine Attacke nach der anderen und alles andere als kontrolliert.

Meine Beine waren anfangs noch etwas schwammig und ich fühlte mich nicht besonders.

Das ist aber nicht weiter überraschend, da ich diese Woche nicht so viel auf dem Rad gesessen bin.

Als die 4 Mann dann nach 30km endlich weggefahren waren begannen wir -soll heißen ich- mit einem Fahrer der FDJ die Verfolgung zu organisieren.

Wie schon in Laigueglia verbrachte ich meinen Tag also wieder an der Spitze des Feldes.

 

Meine Beine wurden immer besser, sodass ich auch immer noch mitfahren konnte als es gut 60km vor dem Ziel begann im Feld nervös zu werden.

Ich ließ erst im letzten Anstieg auf der Schlussrunde reißen um Körner für den nächsten Tag zu sparen. Denn falls wir das Trikot geholt hätten, hätte ich wieder fahren müssen...

 

Ganz gereicht hat es dazu aber leider nicht, doch Sam konnte die nächste Podiumsplatzierung für uns einfahren!

Mit meiner persönlichen Form bin ich so weit sehr zufrieden.

Die Klassiker rücken immer näher und auch meine Formkurve zeigt nach oben!

 

Morgen geben wir dann nochmal alles

À demain

Nico

11.02.2018

Trofeo Laigueglia

Erst 2 Wochen seitdem ich aus Australien zurück bin, und doch fühlt es sich schon wieder wie eine Ewigkeit an.

Heute war dann endlich der Start in die europäische Saison. Auf dem Programm stand die Trofeo Laigueglia.

In dem kleinen Dorf an der ligurischen Küste unweit von San Remo haben die Organisatoren eine anspruchsvolle Runde zusammengestellt.

Da das Rennen dieses Jahr in die Hors Categorie hochgestuft wurde (1.HC) kam im Finale nochmal 1 Runde mehr obendrauf.

Das machte das Rennen -gerade am Anfang der Saison- mit 203km extrem lang.

 

Als einziges WorldTour Team am Start lastete natürlich eine gewisse Verantwortung auf uns.

Diese Erwartungen wollten wir natürlich erfüllen und nahmen das Renngeschehen in die Hand.

 

Zunächst war es also an mir den Abstand zur Gruppe nach vorne zu kontrollieren. Zusammen mit einem Fahrer von Androni machte ich gut 120km das Tempo.

Vor Allem im 12km langen Anstieg -dem letzten vor den abschließenden 4 Runden um Laigueglia- drückten wir die 9 Minuten Vorsprung auf unter 2 Minuten.

 

Ab der Bergwertung hatte ich meinen Teil der Arbeit dann erfüllt und meine Kollegen drehten so richtig auf.

In der Abfahrt rissen wir alles auseinander, sodass wir mit etwa 30 Sekunden Vorsprung in die 4 Schlussrunden gingen.

Für mich selbst war nach nur 1 Runde schluss und ich konnte nur noch Daumen drücken.

1 Runde vor dem Ziel sah auch noch alles nach einem perfekten Rennen für uns aus, waren wir doch mit 5 Mann unter den 12 Spitzenreitern vertreten.

Doch dann drehte sich alles um und wir wurden nicht für unsere Mühen belohnt.

 

Einmal mehr haben wir gezeigt, dass wir kein kleines Team mehr sind und auch ohne großen Leader einem Rennen unseren Stempel aufdrücken können.

Am Ende reicht es zwar nicht zum Sieg aber wir können mit unserer Leistung trotzdem zufrieden sein, da wir alles probiert, uns gezeigt und vor Allem was riskiert haben!

 

Auch für mich persönlich war dies eine gute Rückkehr ins Renngeschen. Und das sage ich nicht nur wegen der italienischen Pasta und dem guten Kaffee, sondern auch weil ich nach 2 Wochen Jet-lag und eher „gemischten“ Gefühlen im Training heute ordentlich auf die Pedale drücken konnte...

A la prossima

Nico

04.02.2018

Jet-lagged

Ich bin jetzt gerade 5 Tage wieder zu Hause und die Akklimatisierung an die Mitteleuropäische Zeit ist noch in vollem Gange.

 

Gerade die ersten 2 Tage fand sich mein Körper nicht wirklich zurecht und war komplett überfordert.

 

In der Nacht wachte ich mehrmals auf und 6 Uhr morgens war fertig mit Schlafen; unmöglich wieder einzuschlafen.

 

Also raus aus den Federn und erstmal Kaffee kochen.

Auch wenn mir der australische Kaffe hier fehlt und ich mehr den je das Verlangen nach einer Rocket-Espresso-Maschine verspüre, habe ich mich noch immer nicht durchringen können eine zu bestellen...

(für alle die sich unter einer Rocket nichts vorstellen können: www-rocket-espresso.it )

 

Mit meinem Kaffee in der Hand fing ich also morgens um 6 Uhr an in meiner Küche rumzuwuseln und weil ich gerne (und gesund) koche, bereitete ich diese Woche also etwas aufwendigeres Frühstück für meine Freundin und mich zu.

 

Das kam ihr bei ihrem aktuellen Prüfungsstress auch sehr gelegen ;)

Die nötige Energie die ich mir erhofft hatte, blieb blieb bei mir aber leider aus, denn auf dem Rad kam ich mir vor wie ein Schülerfahrer, der zum ersten Mal auf dem Rad sitzt.

 

Mit meinen Puddingbeinen eierte ich also den Rhein hoch und wieder runter und kam erst gestern wieder in den Geschmack von sich "rund drehenden Beinen".

 

Von all dem werde ich mich aber nicht irritieren lassen, denn wenn man 10h aus der Zukunft kommt braucht der Körper einfach seine Zeit um sich an die (europäische) Gegenwart zu gewöhnen.

Die Kalibrierung an die hiesigen Wetterverhältnisse hat soweit aber ganz gut geklappt und ich fühle mich von Tag zu Tag besser.

 

Ab Montag werde ich dann die Trainingsintensität wieder nach oben fahren, sodass die Regeneration der Rennvorbereitung platzmachenwird;

denn in nur 1 Woche beginnt für mich schon die europäische Saison mit der Trofeo Laigueglia in Italien.

 

Für alle von Euch, die meinen Rennkalender noch nicht auf ihrem iPhone oder iPad haben ist das die Gelegenheit!

Folge einfach folgendem Link und abonniere meinen iCloudkalender:

 

webcal://p31-calendars.icloud.com/published/2/Al1SvNB05_7UKLrQuWoHaSF_sMPmPDLIweYajVvalirEz5CdFXUru6LWJwo4K4wr

 

Bis demnächst

Euer Nico

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