23.09.2014

Rennwochenende 20.09.- 22.09.2014

Credit Photo: Mélodie Meslet Credit Photo: Mélodie Meslet
Nach meinem letzten Saisonhöhepunkt am letzten Wochenende bei der tour de Moselle ließ ich es diese Woche gemütlich angehen. Die Regeneration stand im Vordergrund.
An diesem Wochenende ging es dann aber gleich knallhart mit 3 Rennen weiter um wieder den Rythmus aufzunehemen.
Am Samstag war ich bei einem Einzelzeitfahren über 28 km am Start.
Ich merkte schnell, dass ich nach der Tour de Moselle noch nicht wieder im Rennrythmus war.
Zu Beginn kam ich nicht so richtig in Schwung und verlor auf den ersten 10 leichtansteigenden Kilometern bei Gegenwind schon extrem viel Zeit.
Als ich dann nach rechts abdrehte, hatte ich für einen kurzen Moment Rückenwind, den ich auch sofort zum beschleunigen nutzte.
Lang hielt dieser allerdings nicht an, da der 2. Streckenabschnitt deutlich winkliger und geschützter war als der erste Teil.
Dennoch schaffte ich es auf der 2. Hälfte ein ganz ordentliches Tempo zu fahren und verbesserte mich noch auf Rang 9.
Wirklich zufrieden sein kann ich mit diesem Ergebnis natürlich nicht, aber angesichts, dass ich die ganze Woche auf dem Rad wie am Boden festgeklebt zu sein schien, war es doch ein akzeptables Ergebnis.
Allerdings schien mich dieses Zeitfahren zurück in den Rennmodus gebracht zu haben, denn am nächsten Tag  ging es schon wieder deutlich besser.
 
Auf dem sehr schweren Rundkurs bei der Classic Jean-Patrick Dubuisson à Désertines konnte ich auch in den Anstiegen mit den Besten mitfahren und war von Anfang an immer an der Spitze des Rennens.
Gleich zu Beginn attackierten wir unaufhörlich mit dem gesamten Team. So kam es, dass wir zeitweise 6 Fahrer in einer 20 Mann Gruppe hatten.
Am Ende löste sich dann eine 6 Fahrer starke Gruppe, in der neben mir auch noch Francois Bidard und Maxime Lelavandier von uns vertreten waren.
Ich spürte zu diesem Zeitpunkt bereits, dass mir die Kräfte entschwanden, dennoch zögerte ich nicht zu attackieren um den Weg für meine Teamkollegen zu ebnen.
Trotz unserer Attacken lief es auf einen Sprint der Gruppe heraus und wir wurden 2. (Max), 5. (Francois) und 6. (ich).
 
Angesichts unseres starken Auftretens als geschlossenes Team ist dieser 2. Platz natürlich eine Enttäuschung.
 
Am Montag ging ich dann auch noch bei dem Circuit des 2 Ponts à Culan an den Start.
Wie am Vortag war auch heute der Rundkurs wieder extrem anspruchsvoll und die entscheidende Gruppe ging gleich zu Beginn.
Ich selbst schaffte es diesmal leider nicht unter die 12 Fahrer, die sich anfangs der 2. Runde absetzen konnten, dafür aber gleich 4 meiner Teamkollegen. Da wir nur zu 6. angereist waren, gab es für mich keinen Grund hinterher zu fahren und ich sorgte deshalb hinten ein bisschen für Unruhe und störte somit die Verfolgungsarbeit.
Nach Rennhälfte, war der Abstand der Gruppe bereits so groß, dass hinten gar nicht mehr richtig gefahren wurde und wir spulten die restlichen 50 Kilometer noch mehr oder weniger gediegen ab.
 
Für mich persönlich war es schon ein bisschen schade nicht in der Gruppe gewesen zu sein, da ich mich eigentlich richtig gut gefühlt habe und in der Verfolgergruppe mehr oder weniger spazieren fuhr.
Aber so ist es nun einmal in einem Team; man kann nicht immer nur vorne fahren und erwarten, dass die anderen hinten dicht machen, manchmal muss man eben auch die Rollen tauschen...
 
Alles in allem bin ich aber mit diesem Wochenende durchaus zufrieden, da die 3 kleinen Rennen mich nach meiner Erholungswoche wieder in den Rennmodus zurückgebracht haben und ich nun positiv in die letzten 3 Wochen der Saison blicken kann.
 
Nächstes Wochenende stehen für mich 2 schwere und lange Eintagesrennen in Italien auf dem Programm. Diese werde ich bereits mit Blick auf die nächste Saison bestreiten um mich am Berg noch weiter zu verbessern.
Danach darf ich nocheinmal 2 Rennen mit dem Profiteam fahren.
Zunächst verschlägt es mich nach Belgien zu Binche-Tournai-Binche, bevor es dann zurück nach Frankreich geht für Paris-Bourges und dann mein letztes Rennen der Saison mit Chambéry bei Paris-Tour U23.

20.09.2014

Tour de Moselle 12. - 14.09.2014

Dieses Wochenende startete ich mit großen Erwartungen in die Tour de Moselle, war ich doch im vergangenen Jahr bereits Gesamtsiebter und auf allen Etappen in der Top 20.


Das Ziel war also das Ganze zu wiederholen und wenn möglich noch zu verbessern.


Auf einer schwierigen 1. Etappe mit viel Wind war ich stets wachsam und somit auch in der großen Gruppe des Tages. Im letzten Anstieg 20 km vor dem Ziel teilte sich dann die Gruppe und 6 Fahrer fuhren einige Meter voran.


Ich war in der 2. Gruppe und pokerte darauf, dass alles wieder zusammenläuft.
Dem war aber nicht der Fall und der Vorsprung wuchs an.

Einige Kilometer vor dem Ziel ergriff ich dann die Initiative und löste mich mit einem weiteren Fahrer von der Verfolgergruppe.
Leider reichte es nicht ganz um an die Spitzenreiter heranzukommen und ich kam mit 15 Sekunden Rückstand auf den 8. Tagesrang.


Bis hier lief alles gut. Ich war vor dem Zeitfahren in Schlagdistanz.
Im Zeitfahren holte ich dann alles aus mir heraus und stellte auch die Bestzeit.

Nur Dimitri Claeys war dann noch schneller als ich.
Mit meinem 2. Platz konnte ich mich auch auf den 2. Platz in der Gesamtwertung vorarbeiten und mir das Trikot des besten Nachwuchsfahrers überstreifen.


Am Nachmittag fingen wir dann bereits an, den Gesamtführenden zu attackieren, da wir uns nicht mit dem 2. Platz zufrieden geben wollten, blieben aber noch ohne Erfolg.


Gestern standen dann zum Abschluss weitere 170 schwere Kilometer auf dem Programm.
Wir machten das Rennen von Anfang an sehr schwer umd zwangen den Leader schon sehr früh zu arbeiten.
Nach einer ersten welligen Passage kamen wir nun auf einen tendenziell eher flacheren aber auch windigen Abschnitt.


Hier traten wir sehr stark und geschlossen als Team auf und brachten Claeys mehr als nur einmal in Verlegenheit, als zum Beispiel zunächst Gabriel Chavanne und Benjamin Jasserand zu zweit eine Lücke aufrissen und ich dann alleine hinterhersprang, sodass Claeys gezwungen war die Lücke alleine zu schließen.

Kurz darauf teilte sich das Feld und nur Gabou war von uns in der ersten Gruppe.
Dahinter löste sich eine Gruppe mit fast allen Favoriten, in der auch ich war.


Wir taten uns schwer die Lücke zu schließen, sodass der Gesamtführende seine Leute von vorne zurückbeorderte um ihn zu unterstützen. Als dies noch immer keine Früchte trug beschloss unser sportlicher Leiter auch Gabou zurückzubeordern woraufhin wir dann schnell aufholten.

Nachdem wir kurze Zeit alles zu verlieren schienen, schlossen wir kurz vor der letzten Bergwertung zum Feld auf, mussten aber feststellen, dass der Gesamtdritte noch immer mit 45 Sekunden Vorsprung in einer 9-Mann Ausreisergruppe war.


Sofort forcierte Claeys das Tempo im Anstieg und nur Guyot(Französischer Amateurmeister) konnte zunächst folgen.
Ich holte nocheinmal alles aus mir heraus und schloss ebenfalls zu den beiden auf.


Jetzt fuhren wir ohne nachzudenken alles was wir hatten um unsere Plätze in der Gesamtwertung zu verteidigen.

Guyot blieb dabei stets hinter uns, sodass es hieß 2 gegen 9.


Dennoch schafften wir es 4 Kilometer vor dem Ziel die Lücke nach vorne zu schließen.
Ich wartete nicht lange und startete sofort eine letzte verzweifelte Attacke.
Am Ende reicht es noch für einen 5. Tagesrang und die Verteidigung meines 2. Gesamtrangs so wie mein Nachwuchstrikot.

Dieses Ergebnis verdanke ich vor allem auch meinem Team, dass einen wahnsinnigen Job gemacht hat und mich bis zum Umfallen Unterstützt hat!

10.09.2014

Aktuelles...

Nach der Tour du Poitou-Charentes habe ich letzte Woche nochmal richtig hart trainiert.

Mit Einheiten hinter dem Motorroller und Schwellentraining wollte ich mich für die am Freitag beginnende Tour de Moselle in Form bringen.


Abgeschlossen habe ich diese harte Woche mit 2 sehr intensiven und schweren Rennen in Coligny und der Tour du pays de Gex.
 

Mir war im vorne herein klar, dass ich nicht um den Sieg werde mitfahren können, da ich zum Einen in eine harte Woche hinter mir hatte und zum Anderen das Profil vielleicht doch einen Tick zu schwer für mich war.


Nichts destotrotz zeigte ich mich aber sofort aktiv im Rennen und animierte Fluchtgruppen an beiden Tagen.
 

Samstags in Colifny musste ich meinen Krafteinsetzen Tribut zollen und das Rennen - wie über die Hälfte aller Fahrer - vorzeitig beenden.


Am Sonntag lief es dann schon etwas besser und ich konnte mich noch als 36. halbwegs ordentlich platzieren.
 

Diese Woche nehme ich jetzt im Training eher wieder etwas raus um dann am Freitag wieder frisch und fit am Start zu stehen.
 

Unglücklicherweise habe ich mir bei den Profis eine kleine Erkältung eingefangen, die ich bis heute verschleppt habe. Allerdings habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich das Ganze bis Freitag wieder einrenkt, damit ich mein gutes Ergebnis aus dem Vorjahr zumindest bestätigen und vielleicht sogar toppen kann!

Fotos: Gettysport

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