31.07.2015

Mit 3 Jahren saß ich zum ersten Mal auf einem Fahrrad.
Vor nun exakt 10 Jahren absolvierte ich die ersten Trainingseinheiten auf dem Rennrad.
Heute ist der 31. Juli 2015.
Heute ist der Wendepunkt meines bisherigen Lebens.
Heute ist mein letzter Tag als Radamateur.
Ab morgen trete ich ins Berufsleben ein.
Dies alles stellt eine riesige Veränderung in meinem Leben dar. Nicht nur, dass alles größer und beeindruckender wird, sondern auch lass ich einen weiteren Lebensabschnitt hinter mir.
 
Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich auf meinem bisherigen Weg unterstützt und begleitet haben.
Allen voran meine Familie, aber auch meine Freunde und Freundin, ohne die das nie möglich gewesen wäre!
 
Ich habe viel gelernt in Frankreich und durfte viele tolle neue Leute kennen lernen. Ich werde noch bis Saisonende in Chambéry bleiben, bevor ich dann in der Saisonpause in eine neue Wohnung nach Deutschland zurückkehren werde.
 
Trotz dem Sprung ins Profilager bin ich noch lange nicht am Ende meiner Reise angekommen, sondern möchte noch viele weitere Schritte gehen…
Ich freue mich über jeden, der mich auf dieser Reise begleitet oder mir begegnet.
Vielen Dank Euch allen,
Euer Nico

28.07.2015

GP de cours la Ville - Coup de France 28.07.2015

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Das wars! Ich bin am Ende angekommen. Oder besser gesagt am Anfang.
Nach 3 wundervollen Jahren in Chambéry bestritt ich gestern mein letztes Rennen im Trikot der Chambéry Cyclisme Formation.
 
Nach der Enttäuschung vom letzten Samstag war ich heute nochmals besonders motiviert.
Der Rundkurs bestand aus dem Col de Bûche einem 5 km langen, aber nur leicht ansteigendem Anstieg, einem flachen Plateau und der anschließenden Abfahrt. Dieser 15 km- Rundkurs musste 11 mal bewältigt werden.
Bei einem Schnitt von etwa 42 km/h war zu jedem Zeitpunk richtig Druck auf der Kette und es gab keinen Moment sich auszuruhen.
Da Cours La Ville zur Coupe de France Serie zählte, wo wir im Moment 2. hinter Vendée U sind, richteten diese ihr Rennen komplett auf uns aus und konzentrierten sich nicht auf den eigenen Sieg, sondern darauf, dass wir nicht gewinnen.
Das klappte über weite Strecken auch ganz gut, sodass es uns unmöglich war vorne raus zu fahren.
Wir attackierten aber unerlässlich weiter und erst in der letzten Runde konnten wir mit einem tollen Teameffort ein Loch aufreisen. Nachdem 2 Teamkollegen voll von vorne fuhren attackierte ich 13 km vor dem Ziel am Fuß des Anstiegs, sprang zur Spitzengruppe vor und zog direkt an dieser vorbei, meinem 3. Saisonsieg entgegen.
 
Dieser Moment, als ich die Ziellinie überquerte werde ich wohl nie vergessen, da diese Zielankunft auch das Ende einer Ära bedeutet.
Nach 3 Jahren in Frankreich und Chambéry geht nun eine wundervolle Epoche zu Ende und ich breche auf zu neuen Ufern.
Schon ab Samstag werde ich das Trikot der Profimannschaft AG2R LA MONDIALE tragen und am Sonntag bei der Polynormande mein erstes Rennen als Berufsradfahrer bestreiten...
Ich freue mich wahnsinnig auf diese neuen Herausforderungen und gehe nun mit viel Selbstvertrauen und Angriffslust zu den Profis!
Dank an alle die mich auf meinem Weg bis hierhin begleitet haben! Ohne eure Unterstützung wäre ich nie so weit gekommen, doch jetzt geht es erst richtig los...;)
 

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27.07.2015

Trofeo Almar 26.07.2015

Gestern startete ich zum letzten Mal im Trikot der Deutschen U23 Nationslmannschaft im Rahmen des Nationencups Trofeo Almar in Italien.

 

Ich reiste mit großen Ambitionen an, wollte ich mich doch mit einem gelungenen Wettkampf zu den Profis verabschieden...
Doch alles kam anders: Nach nicht einmal 2 km im Rennen gab es einen großen Massensturz ganz vorne im Feld, der neben mir auch noch fast das gesamte Peloton zu Boden riss!
Ich war unter den ersten Fahrern des Feldes, sodass dann relativ viele Fahrer auf mich drauf krachten und ich ganz unten im "Haufen" lag.
Ich kam aber mit Prellungen am Arm und Knie, sowie einer Gehirnerschütterung relativ glimpflich davon und konnte das Rennen - das im Anschluss an den Sturz neutralisiert und schließlich neu gestartet wurde - fortsetzen.
Allerdings sollte es für mich zu einer Tortur werden.


Ich kam über lange Zeit nicht über die letzte Position im Feld hinaus und schnallte mich einfach nur an um noch irgendwie mit dabei zu bleiben.
Im weiteren Rennverlauf wurde dies etwas besser, ich war aber noch immer weit davon entfernt etwas zum Renngeschehen beizutragen.
Ich beendete das Rennen schließlich im Grupetto.

Heute steht mir nun ein Ruhetag zur Verfügung um meine Wunden zu lecken und mich wieder zu erholen un morgen ( Dienstag) dann bei meinem letzten Rennen als Radamateur noch einmal zuzuschlagen...

20.07.2015

Crystal Energie 18.07.2015

Letztes Jahr konnte ich diesen Coupe de France (Trophée des Champions) noch für mich entscheiden. Daher war ich bei meinem drittletzten Rennen als Radamateur natürlich auch besonders motiviert die diesjährige Austragung der Crystal Energy zu gewinnen (der Coup de FRance wechselt immer zwischen Trophée des Champions und Cystal Energy, die in der selben Region stattfinden).
 
Das Rennen über 200 km war von Beginn an sehr schnell und es gab viel Bewegung im Feld. Auf dem welligen Parcour setzten sich somit immer wieder einige Fahrer ab, wurden aber schnell wieder gestellt.
Erst nach 80 km zogen 12 Fahrer davon. Wir waren durch Victor Tourniroux mit vorne vertreten.
 
Dahinter wollten wir nach vorne aufschließen um dort in Überzahl vertreten zu sein. Somit attackierte ich in einer Steigung aus dem Feld heraus und initierte eine Verfolgergruppe.
Diese harmonierte aber nicht so richtig und einige Fahrer schlossen wieder auf.
Im weiteren Verlauf war ich im Prinzip ständig in diversen Verfolgergruppen vertreten, die aber allesamt nicht die 2 Miuten nach vorne zu fahren konnten.
 
Auf dem finalen Rundkurs ergriff ich mir dann ein Herz und sprang zu Francois nach vorne, der bereits einige Meter Vorsprung auf das Feld hatte. Zusammen schlossen wir die 1:45 Minuten auf die ursprüngliche Spizengruppe in nur 10 km!
 
Dieser Kraftakt kam aber leider etwas zu spät, da wir erst 5 km vor der Linie vorne ankamen und die ersten beiden Plätze bereits uneinholbar voraus waren.
Desweiteren waren wir total am Anschlag, so dass wir uns für den Sprint nicht mehr erholen konnten und nur noch mit durch rollten.
 
Wir haben in diesem Rennen als Team geschlossen eine starke Leistung abgeliefert und verdient die Teamwertung des Laufs des Coupe de France gewonnen.
 
Schade ist nur, dass wir nicht mehr um den Sieg mitfahren konnten, da wir klar die Stärksten im Rennen waren und sogar die Einzigen, die noch einmal nach vorne zurückkamen...

17.07.2015

Tour de la Creuse 16.07.2015

Nach einem relativ langen Trainingsblock zu Hause im Schwarzwald startete ich gestern bei der Tour de la Creuse in meine letzte Wettkampfphase bei den Amateuren.

7 Runden à 23 km galt es unter brütender Hitze zu bewältigen.

Bereits nach 5 km bildete sich die Gruppe des Tages, in der wir mit 3 Fahrern vertreten waren.

Dahinter sorgte ich dafür, dass niemand mehr herausfahren konnte und hielt so meinen Teamkollegen, die vorne waren den Rücken frei.

Im Laufe des Rennens machte mir die Hitze immer mehr zu schaffen und ich hatte einen kleinen Hitzeschlag.

Nichtsdestotrotz kämpfte ich bis zum Ende der 160 km und ging über meine Grenzen.

Somit konnte ich den Sprint des Feldes dann auch noch für mich entscheiden und landete noch in der Top 20.

Im Ziel machte mein Kreislauf dann erstmal schlapp und ich schlief etwa 1 h im Auto, bevor ich langsam wieder zu Kräften kam.

Morgen bin ich dann am Start des Coupe de France, den ich im letzten Jahr noch für mich entscheiden konnte…

06.07.2015

Deutsche Meisterschaft U23 Straße 05.07.2015

Copyright Karin Denz Copyright Karin Denz

Dieses Wochenende trieben mich meine Rennen nach Bruchsal. Ich stand am Start der Deutschen U 23 Meisterschaften. Aufgrund der extremen Hitze wurde das Rennen um 2 Runden verkürzt.

Wieder einmal stand ich als Einzelfahrer am Start und musste mich mit der Überzahl der anderen Teams herumschlagen.

Nach 4 von 11 Runden wurde mir diese Überzahl auch schon zum Verhängnis.

Während 3 Fahrer vom Team Stölting davonfuhren riegelten die anderen dahinter die schmale Straße ab und ich konnte - obwohl ich nur in der 3. Reihe fuhr - nicht mitgehen.

Als sich dann 30 Sekunden später ein Loch fand und losfuhr war es schon zu spät. Ich kam zwar noch bis auf 50 m ran, aber auf der flachen Passage fuhr die Gruppe vorne natürlich schneller als ich alleine.

Ich wartete also auf meine ersten Verfolger und fuhr mit denen weiter. Gegen Rennende kamen wir noch mal nahe an die Spitze heran und ich sprang schließlich nach vorne.

Ein Fahrer war aber bereits alleine vorne raus und wir sollten ihn auch nicht mehr einholen. Dahinter eröffnete ich das Feuer und setzte mich mit 2 weiteren Fahrern ab.

Mit dabei ein weiterer Stöltingfahrer, der natürlich nicht mitfuhr, da sein Teamkollege alleine vorne raus war.

Daher war er im Finale noch frisch und konnte sich noch von uns absetzen um dem Team Stölting einen Doppelsieg zu sichern.

Im Sprint dahinter schnappte ich mir den letzten freien Platz auf dem Podium und somit die Bronze Medaille.

Ich muss mich mit diesem 3. Platz zufrieden geben, da der Überzahl des Teams Stölting heute absolut nichts entgegenzusetzen war. Ich war aber einer der stärksten, wenn nicht sogar der Stärkste, Fahrer im Feld, aber eben auf mich alleine gestellt... Am Ende habe ich dann aber auf jeden Fall das Beste draus gemacht.

Fotos: Gettysport

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