12.10.2015

Paris Tours 11.10.2015

Mein letztes Saisonrennen habe ich mir ehrlich gesagt anders vorgestellt. Gleich bei Kilometer 0 ging richtig die Post ab. Windkante und Vollgas - und ich mittendrin... zumindest bis Kilometer 10.

 

Da wurde ich nämlich vom Pech getroffen und fuhr mein Vorderrad platt.

Ich lies mich zurückfallen und musste warten, bis die Begleitfahrzeuge hinter mir auftauchten. Natürlich wurden diese aber noch nicht nach vorne gerufen, da die Abstände zwischen den Gruppen noch zu klein waren...

 

Als ich dann vom neutralen Materialwagen ein neues Vorderrad bekam, war ich bereits hinter der letzten Gruppe. Ich schloss zwischen den Autos zwar nochmals zu dieser auf, nach vorne kam ich aber nicht mehr, da das Rennen auch vorne extrem schnell war.

 

Nach 130 km gab ich die Zwecklose Verfolgung dann auf und stieg weit abgeschlagen und völlig enttäuscht in den Besenwagen. Als ich ausstieg, hatte ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 48 km/h auf dem Tacho.

 

Diese war nur leider nicht viel wert, da die Spitzengruppe (die bereits nach 8 km auf der Windkante wegfuhr) mit satten 51 km/h unterwegs war.

 

Für mich heisst es jetzt erstmal Abstand vom Radsport nehmen und im verdienten Urlaub etwas auszuspannen, bevor es im November dann wieder mit den Vorbereitungen auf 2016 losgeht.

 

Vielen Dank an alle, die mich dieses Jahr unterstützt und meine Berichte verfolgt haben!

 

Bis bald Euer Nico

08.10.2015

Paris - Bourges 08.10.2015

Die Saison befindet sich mittlerweile schon auf der Zielgerade.

Nach Paris-Bourges heute, bleibt nur noch 1 Rennen und zwar Paris-Tours vor der wohlverdienten Winterpause.

 

Durch den Rückenwind war das Rennen zu Beginn gleich extrem schnell. Nichtsdestotrotz versuchten viele Teams einen Fahrer in der Gruppe zu platzieren, wodurch wir bis Kilometer 40 warten mussten, bis endlich 3 Fahrer fahren gelassen wurden.

Als es dann nach 100 Kilometern etwas hügeliger wurde gingen wir mit dem gesamten Team in die Offensive, konnten vorübergehend auch eine gute Gruppe mit Alexis Gougeard initiieren, mussten uns am Ende auf der leicht abfallenden Straße, die ein Sprintfinish quasi erzwang, geschlagen geben.

 

Doch selbst im Finale waren wir noch kollektiv als Team präsent und konnten mit Bagdonas (6) und Doumulain (9) noch 2 Fahrer unter den ersten 10 platzieren.

Ich selbst rollte dahinter als 37. im Feld mit über die Linie.

 

Am Sonntag dann noch Paris-Tours und dann ab in den Urlaub ✈

04.10.2015

Eurométropole 30.09. - 04.10.2015

Für meine letzte Rundfahrt in diesem Jahr reiste ich am Dienstag nach Belgien zur Eurometropol.

Auf dem Programm stand zunächst ein Prolog bei dem ich mich unterirdisch schlecht verkaufte.

Zum Glück zeigte sich aber Alexis Gougeard in Topform und konnte den Prolog für sich entscheiden.

Dies bedeutete für uns aber gleichzeitig auch einen ganzen Haufen Arbeit...

Hierbei war es echt interessant auch mal die andere Seite kennen zu lernen.

Bisher war ich immer vorne in Gruppen gewesen und wusste nicht was gleichzeitig hinten geschah.

Im Prinzip ist es ganz einfach:

Wir als führende Mannschaft wollten im Idealfall 3 Fahrer fahren lassen, die die Bonussekunden wegschnappten.

Daher versuchten wir jeweils so schnell wie möglich eine Gruppe gehen zu lassen um dann eine kurze Pinkelpause einzulegen um den Ausreißern ein bisschen Luft zu lassen. Danach reihten wir uns alle vorne ein und schlugen ein gleichmäßiges Tempo an um die Gruppe auf etwa 3-4 Minuten zu halten.

Hierbei wurden aber nicht alle Fahrer blind verraucht, sondern lediglich 2 Fahrer auserkoren, die die Tempoarbeit übernehmen sollten.

Auf den ersten beiden Etappen traf es dabei mich.

Ich fuhr also den ganzen Tag mit einem Teamkollegen von vorne, um im Finale, als es dann richtig schnell wurde auszuscheren um Kräfte zu sparen.

Auf der 3. Etappe durfte ich mich dann etwas schonen um für die alles entscheidende letzte Etappe noch ein paar Körner übrig zu haben.

Nachdem wir das Trikot über die ersten 3 Etappen erfolgreich verteidigt haben, lief alles auf den finalen Showdown über die Bonifikationen heraus.

 

Ein Fahrer vom Team Lotto Soudal war über die Zeitbonifikationen auf 11 Sekunden herangekommen.

Daher mussten wir Alexis heute unbedingt vor den Zwischensprints in Position bringen.

Genau hier war auch meine Aufgabe. Vollgas fuhr ich ihn 3 mal hintereinander in den Anstieg hinein um auf gleicher Höhe mit den Lotto-Fahrern zu sein.

Die harte Arbeit hat sich gelohnt.

Alexis lies Lotto keine Chance und wir gewinnen nach einer starken Teamleistung die Gesamtwertung mit ihm!

Ich bin mit meiner eigenen Leistung sehr zufrieden (mal abgesehen vom Prolog).

Ich konnte viel und gute Arbeit leisten, die auf jeden Fall mit zum Sieg von Alexis beigetragen hat!

Fotos: Gettysport

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