29.02.16

Omloop Het Newsblad & Kuurne-Brüssel-Kuurne

Meine ersten Klassiker sind nicht unbedingt so verlaufen, wie ich mir das erträumt habe.
Bei 2 Rennen bin ich gleich 2x im Bus gelandet.

 

Während es beim Omloop Het Newsblad am Samstag noch einigermaßen gut lief und ich meine Leader noch ganz gut unterstützen konnte, bekam ich am Sonntag bei Kuurne-Brüssel-Kuurne richtig auf die Mütze.
Ich habe mich wohl von den Anstrengungen bei der Tour de La Provence noch nicht so richtig erholt und mir fehlte die nötige Frische um bei diesen anspruchsvollen Rennen vorne rein zu halten....


Dennoch mag ich diese belgischen Rennen. Hier ist es unabdingbar vorne zu fahren und es gewinnen nur die stärksten Fahrer.
Ich streiche trotz meiner Anfangsschwierigkeiten auf gar keinen Fall die Segel ein, sondern nutze die nächsten 2 Tage vor dem GP Samyn nun um mich ordentlich zu erholen um wieder zu alter Frische zurückzufinden...

25.02.16

Tour de la Provence

Die erste Tour de la Provence war für mich die reinste Achterbahnfahrt.


Der erste Tag war auf dem Papier der schwerste und dementsprechend hart war es auch.
Von Beginn an wurde richtig schnell gefahren und die Gruppe wollte einfach nicht gehen. Ich versuchte mit allen Kräften in diese Gruppe zu gehen und übernahm mich dabei.

 

Nach dieser anfänglichen Höchstgeschwindigkeit, ging nach den ersten Bergprüfungen dann doch die Geschwindigkeit etwas zurück.
Ich konnte mich aber einfach nicht von meinen Anstrengungen zu Beginn der Etappe erholen und ging weit über die Schmerzgrenze, nur um noch ins Ziel zu kommen.
Kurzum: ich erlebte einen rabenschwarzen Tag.

 

Auch auf der 2. Etappe erging es mir nicht besser und ich verweilte den ganzen Tag im geschützten Windschatten.

Erst heute auf der abschließenden Etappe erhielt ich wieder etwas Aufwind und fühlte mich wieder etwas besser.


Endlich konnte ich wieder Aufgaben übernehmen um das Team zu unterstützen.

 

Trotz allem bin ich jetzt froh, dass diese Rundfahrt vorbei ist und ich mich erstmal erholen kann.

 

Richtig viel Erholung wird es für mich allerdings nicht geben, denn ich bin kurzfristig als Ersatzfahrer für die ersten belgischen Klassiker aufgerückt.


Anstatt heute nach Hause zu fliegen, geht es für mich direkt weiter in Richtung Norden zum Omloop Het Newsblad am Samstag...

Trofeo Laigueglia

14.02.16

Ciao ragazzi!

Auf der Suche nach gutem Essen und echtem Cappucchino verschlug es mich heutenach Italien zur Trofeo Laigueglia.
Das Rennen sah auf dem Papier sehr schwer aus. Zu bewältigen waren 3 langen Pässe mit jeweils etwa 7km Länge bevor es 3 mal auf den abschließenden Rundkurs ging, der mit einer 2,5km langen brutalen Rampe gespickt war.


Desweiteren war das Rennen mit fast 200km das erste dieser Länge in dieser Saison.
Gerade hinsichtlich der Distanz wusste ich also nicht wo ich stand.

Ich wollte unbedingt in die Gruppe gehen; dieser Wunsch wurde allerdings von Lampre zunichte gemacht, die jedes Mal bei den World Tour Teams mitgingen.

Also lies ich viele Körner für nichts...


Demnach Plan B: ich blieb wieder mal bei unseren Leadern (Pierre Latour und Matteo Montaguti) und platzierte diese in den entscheidenden Momenten.

Nachdem ich bereits die ganze Woche gute Beine hatte, fühlte ich mich auch heute wieder sehr gut und frisch.


Nachdem das Feld am 3. der 3 Pässe erstmals ordentlich ausgedünnt wurde, war ich immer noch mit dabei. Selbst die erste Passage über die Rampe auf dem Rundkurs überstand ich noch (wenn auch gerade noch so).
Die Segel einstreichen musste ich erst 1 Runde vor Schluss nachdem ich noch mal alle Kräfte gebündelt hatte und meine Leader wie aus dem Bilderbuch als erste in den Anstieg fuhr.

 

Alles in Allem bin ich sehr zufrieden mit meiner aktuellen Form. Ich habe meinen Job gut gemacht und mich gut von der Rundfahrt letzte Woche erholt.

Jetzt zieh ich trotz der guten Form erstmal die Bremse und nimm 2 Tage komplett raus. Danach werde ich einen ordentlichen Grundlagenblock anhängen, bevor ich dann das anspruchsvolle Klassikerprogramm in Angriff nehme (http://www.nico-denz.de/termine-2016/).

07.02.16

Étoile de Besseges

Ile

Meine erste Rundfahrt 2016 ist am heutigen Sonntag zu Ende gegangen.


Von Mittwoch bis Sonntag stand ich beim Étoile de Besseges im Süden Frankreichs am Start.
Auf dem Menu waren 4 klassische Etappen und ein abschließendes Zeitfahren.

 

Wir gingen mit Blick auf die Gesamtwertung mit 2 Leadern ins Rennen: Pierre Latour und JC Peraud.
Letzterer verlor bereits am ersten Tag alle Hoffnungen auf das Gesamtklassement, nachdem er in der letzten Runde etwa 7 km (und somit außerhalb der 3 km-Zone -in der alle mit Defekt oder Sturz mit derselben Zeit gewertet werden- lag) einen Vorderradschaden erlitt.

Ich blieb bei Pierre, während der Rest des Teams vergeblich versuchte JC wieder heranzufahren.


5 km vor dem Ziel erteilte Pierre mir dann freie Fahrt für den Sprint und ich machte mich sofort auf nach vorne zu fahren, kam aber bereits 200 m später zu Fall, als ich in einem Kreisverkehr über die außen nach vorne fuhr und ein anderer Fahrer vor mir plötzlich quer stand als ob er den Kreisverkehr eine Ausfahrt zu früh verlassen wollte.


Unmöglich diesem Auszuweichen, stürzte auch ich und verlor Zeit auf das Feld.

Nach dieser ersten Etappe blieb uns also nur noch ein Leader: Pierre Latour.

 

Die 2. Etappe sollte etwas ruhiger verlaufen.
Team Direct Energie, die mit Coquard den Gesamtführenden stellten, kontrollierten den ganzen Tag das geschehen.
Im Finale bekam ich erneut freie Fahrt für den Sprint und hielt kräftig vorne rein.
Dies war aus 2 Gründen extrem gefährlich: 1. schalteten alle Fahrer ihren Kopf komplett aus und gingen volles Risiko und 2. hat der Organisator eine unzumutbare Streckenführung gewählt, auf der auf den letzten 500 m noch Kies auf der Straße lag und dadurch auch ein Massensturz 400 m vor dem Ziel direkt vor mir ausgelöst wurde.
Ich kam noch irgendwie vorbei und kam auf einen guten 15. Platz.

 

Die 3. Etappe war hingegen schon wieder um einiges hektischer.


Gleich zum Start setzten sich 30 Mann, darin alle Favoriten und 3 Von uns, vom Feld ab und machten den Sieg unter sich aus.

Auf der 4. Etappe schlüpfte ich wieder in die Helferrolle und hielt den ganzen Tag Pierre aus dem Wind und platzierte ihn vorne im Feld.

Beim abschließenden Zeitfahren wollte ich mich heute zum ersten Mal voll auf meinen Radcomputer verlassen und das Rennen nach Wattwerten bestreiten.
Dies gelang mir soweit ganz gut und ich hatte zwischenzeitlich die 2. Zeit, wurde bei nachlassendem Wind von den Favoriten dann aber gerade zu deklassiert...

 

Insgesamt kann ich mit meiner ersten Rundfahrt durchaus zufrieden sein.
Nach der Marseillaise hatte ich diese Woche deutlich bessere Beine und konnte mir doch etwas an Selbstvertrauen einfahren.

01.02.16

Teampräsentation

Heute wurden wir in einem offiziellen Rahmen im Hauptsitz von AG2r La Mondiale in Paris vorgestellt.

 

Aufgrund des Rennkalenders konnte dieses Jahr nicht das ganze Team vor Ort vorgestellt werden.

In Verbindung mit einer Presskonferenz wurden hierbei also nur die Neuzugänge und Leader in Person der Öffentlichkeit präsentiert.

Nach einigen Fragen und dem ein oder anderen Gespräch im Anschluss ging es für mich am Abend gleich weiter nach Nîmes, wo ich den Rest der Woche für den Étoile Besseges verbringen werde.

 

Ich halte euch auf dem Laufenden

Euer Nico

 

photo: ypmedias

Fotos: Gettysport

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