27.02.17

Omloop Het Newsblad + Kuurne-Brüssel-Kuurne

Die Eröffnung der belgischen Kalssiker habe ich mir definitiv anders vorgestellt!

 

Aber nach einer Woche mit Antibiotika war definitiv nicht mehr drin...

 

Nachdem es letzten Montag mit Halsschmerzen anfing nahm ich seit Dienstag dann Antibiotika ein und das auch noch Samstag vor dem Rennen.

 

Beim Omloop Het Newsblad ging es noch einigermaßen solange ich im Windschatten blieb und einfach nur mitfuhr...

Als das Rennen dann aber so richtig fahrt aufnahm war ich auch sogleich abgehängt und stieg nach 150km ins Auto.

 

Bei Kuurne-Brüssel-Kuurne am Sonntag ging es mir dann aber gar nicht gut.

Bereits vor dem Start plagten mich Kopfschmerzen und erste Fiebererscheinungen.

 

Im Rennen hatte ich dann sofort Mühe im Feld und beschloss auf meinen Körper zu hören und fuhr bei der Verpflegung nach nur 74km rechts ran.

 

Ich hätte hier durchaus noch weiter mitfahren können und so wie am Vortag noch ein paar Kilometer mehr absolvieren können.

 

Meine Gesundheit steht aber an erster Stelle und ich habe gemerkt, dass ein Weiterfahren mehr Schaden anrichtet als sonst etwas; und eine große Hilfe für das Team wäre ich auch nicht gewesen....

 

Nun bin ich wieder zu Hause und stelle das Rad erstmal 3 Tage in die Ecke um mich wieder zu erholen.

 

Leider bin ich durch die Krankheit auch aus dem Tirenno Aufgebot gerutscht und fahre stattdessen für 5 Tage in den Süden Frankreichs für ein kurzes Trainingsalager mit dem Team bevor ich (voraussichtlich) bei Mailand-San Remo wieder ins Renngeschehen zurückkehre.

20.02.2017

Tour du Haut Var

Ein Wochenende mit Höhen und Tiefen liegt hinter mir.

 

Wie bei den Rennen zuvor traten wir auch bei der Tour de Haut Var sehr geschlossen als Team auf und zeigten einen starken Auftritt.

 

Nach 160 welligen Kilometern lieferten wir Samuel Dumoulin wie auf dem Silbertablet vor der Zielankunft ab.

Während ich uns von Kilometer 10-2 vor dem Ziel in Position hielt, übernahmen meine Teamkollegen danach, sodass Sam als erster auf die kurvigen letzten 200m ging und somit souverän unseren ersten Saisonsieg 2017 einfuhr.

 

Auf der 2. Etappe war natürlich Trikot verteidigen angesagt, sodass ich den ganzen Tag zusammen mit Clement Chevrier die Ausreisser kontrollierte.

Über etwa 180km machten wir an der Spitze des Feldes das Tempo und holten schließlich die Spitzengruppe 20km vor dem Ziel wieder ein bevor es in das schwere Finale ging.

 

Hier war meine Arbeit dann auch zu Ende und ich fuhr noch locker zu Ende.

 

Leider passte auf der 2. Etappe nicht mehr alles zusammen und wir verloren in der entscheidenden Phase 2 Mann durch Defekt, sodass Sam am Ende nicht mehr genügend Helfer an seiner Seite hatte und ganz kanpp nicht mehr an die Spitze zurückkam.

 

Dadurch dass es bei der Tour de Haut Var keine Zeitbonifikationen gab fiel er auch in der Gesamtwertung zurück.

 

Für mich persönlich war dieses Wochenende ein gelungener Test vor den ersten Klassikern am Wochende...

13.02.2017

Trofeo Laigueglia

Nach meiner ersten Rundfahrt letzte Woche folgte am Sonntag auch mein erstes Eintagesrennen.

 

Dafür verschlug es mich nach Italien; genauer gesagt in die kleine Stadt Laigueglia an der ligurischen Küste.

 

Das Rennen führte zunächst über 160km und 3 längere Berghe (zwischen 7 und 10km) bevor ein äußerst selektiver Rundkurs über 11km 3 mal zu befahren war.

 

Im Mittelpunkt dieses Rundkurses stand ein etwa 2,5km langer extrem steiler Anstieg der mit einer anschließenden sehr technischen Abfahrt die letztendliche Selektion herbeiführte.

 

Doch bereits vorher wurde ordentlich Radrennen gefahren.

Dadurch das alle Abfahrten extrem technisch waren, wollten natürlich alle ganz vorne reinfahren.

Als Team fuhren wir sehr stark und geschlossen, sodass dies uns immer gelang und wir somit nach jeder Abfahrt in der ersten Gruppe vertreten waren.

Das Feld zerfiel unter dem erhöhten Druck und der Geschwindigkeit in zahlreiche kleine Gruppen, sodass nur noch gut 50 Mann auf den abschließenden Rundkurs gingen.

 

Bei der 2. Passage war für mich dann auch Schluss, nachdem ich Cyril Gautier (am Ende starker 5.) noch einmal vorne in den Anstieg gefahren hatte.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass wir als Team sehr stark und geschlossen aufgetreten sind und es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sich unsere Fahrweise mit einem Sieg auszahlt!

06.02.2017

Etoile de Besseges

 

Nach langem warten und hartem Training während des gesamten Winters absolvierte ich mit dem Etoile de Besseges (endlich) das erste Rennen der neuen Saison.

 

Vor dem ersten Rennen ist man immer besonders nervös; ich wusste natürlich, dass ich gut trainiert habe und ich in einer guten Verfassung war, doch sollte das reichen?

 

Man weiss vorher eben nie wo genau man steht.

 

Doch wie erwartet, war meine Form gut und ich ging gleich auf der ersten Etappe in die Offensive.

Mit 3 Begleitern setzte ich mich vom Feld ab und absolvierte meine ersten 150km an der Spitze.

 

Auf dem Weg ins Ziel sammelte ich sowohl beide Bergwertungen als auch die Zeitbonifikation ein, wodurch ich im Ziel nicht nur 1. Träger des Bergtrikots war, sondern auch die Nachwuchswertung anführte und Platz 4 in der Gesamtwertung in Anspruch nahm, nachdem ich nur 2km vor dem Ziel als letzter der Ausreißer gestellt wurde.

 

Auf der 2. Etappe spielte der Wind die Hauptrolle und ich büßte nach meinen Anstrengungen vom Vortag viel Zeit auf die erste Gruppe ein, als ich in der 3. Windstaffel gut 5 Minuten hinter den ersten ins Ziel kam.

 

Als Team gesehen verlief aber alles nach Plan, konnten wir doch unseren Leader Pierre (Latour) in der ersten Gruppe platzieren und mit unserem Sprinter Rudy (Barbier) auch noch den 2. Etappenrang einfahren.

 

Die 3.Etappe war mit Abstand die schwierigste in dieser Rundfahrt und führte in 3 Runden rund um Besseges über 4 Anstiege.

 

Ich sammelte in der ersten runde nochmals Punkte für das Bergtrikot musste aber auch dann für meinen intensiven Start die Konsequenzen tragen und konnte wieder nicht mit der ersten Gruppe mitfahren.

 

Meine Teamkollegen halfen mir allerdings bei der Verteidigung des Bergtrikots indem sie vorne die Punkte wegschnappten.

 

Auf der letzten Etappe vor dem abschließenden Zeitfahren wollte ich mein Bergtrikot auf keinen Fall verlieren, nachdem ich es die ganze Woche über getragen hatte. Also ging ich erneut in die Gruppe des Tages um weitere 120km an der Spitze zu fahren.

 

Obwohl mein stärkster Konkurrent ebenfalls in der Gruppe saß entschied ich die erste Bergwertung für mich und hatte das Trikot somit schon sicher, wenn ich nur direkt hinter ihm über die 2. Wertung fuhr.

 

Nach der Schlacht um das KOM-Trikot begann nun der Kampf um den Etappensieg.

 

Nachdem das Feld zwischenzeitlich fast wieder herangekommen war wuchs der Abstand zunächst wieder an, bevor die letzte Runde am Anschlag gefahren wurde.

 

Trotz hartem Kampf und mit 55 km/h auf dem Tacho wurden wir wieder 900m vor dem Ziel gestellt und es wurde wieder nichts mit dem ersten Profisieg.

 

Das abschließende Zeitfahren ging ich komplett ohne Ambitionen an, war ich doch zuvor noch nie auf meinem Zeitfahrrad gesessen und doch sehr müde von meinen gut 260km an der Spitze…

 

Dementsprechend fuhr ich auch nicht mit Vollgas los.

Durch die ungewohnte Schaltung (Wechsel von Sram auf Shimano) verschaltete ich mich doch recht oft und ließ viel Zeit liegen.Auch in den Kurven ging ich nicht volles Risiko.

Daher war es für mich sehr überraschend gleich 2 Leute aufzufahren.

Am Ende bedeutete das Rang 15 für mich, womit meine Woche in Südfrankreich einen mehr als positiven Abschluss erreichte.

 

Ich bin mit meiner Form sehr zufrieden. Ich merke nun dass ich über den Winter wirklich gut gearbeitet habe und ich doch nochmal einen guten Sprung gemacht habe.

 

Allerdings habe ich auch erneut gelernt, dass ich nicht auf 2 Hochzeiten gleichzeitig tanzen kann.

 

Ich kann nicht jeden 2. Tag in der Spitzengruppe vertreten sein und trotzdem noch in der Gesamtwertung vorne mit dabei sein…

An sich also nichts neues :D

Fotos: Gettysport

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