30.01.2018

Flightmode

 

Als man mir das erste Mal gesagt hat, dass ich meine Saison in Down Under starten soll, hatte ich doch so meine Zweifel:

War das nicht zu früh für mich? Komme ich mit der Hitze dort klar?

 

Doch am meisten Respekt hatte ich eindeutig vor dem Flug! 18h reine Flugzeit für den Hinflug verleiteten mich im Vorfeld nicht gerade zu Luftsprüngen.

Doch wie sich herausstellte waren meine Bedenken unbegründet. Die Organisation hatte für uns nämlich Business-Tickets gebucht.

 

Dem Rückflug sah ich dementsprechend schon deutlich entspannter entgegen.

 

Da ich nicht alle Tage in der Business-Class fliege möchte ich meine Eindrücke gerne mit Euch teilen:

 

Unser Flug geht von Melbourne Ortszeit 16:40 über Singapur nach Paris-Charles-de-Gaulle.

Schon beim Check-In von Singapur-Airlines wurde extra ein Schalter nur für unser Team frei gemacht, weil wir mit unseren 14 Scicon-Radkoffern, mehreren Kühltruhen und allerhand Materialkoffern den halben Flughafen in Anspruch nahmen.

 

Da Singapur-Airlines auch zur Star-Alliance gehört, konnte ich meinen Koffer direkt bis nach Zürich einchecken (während der Rest des Teams bereits Endstation in Paris hat, habe ich gleich noch einen Anschlussflug nach Hause mit Swiss).

Das ist in sofern gut für mich, dass ich mir ein Mal Sicherheitskontrolle, Koffer abholen & einchecken sparen kann.

 

Schon beim Einsteigen in den Flieger werden wir wie die Prinzen empfangen und ununterbrochen kümmern sich die aufmerksamen Flugbegleiterinnen um Essen und Trinken.

Vom Hinflug kenne ich das alles schon und beginne sofort mein Büro einzurichten. 

Schritt

Schritt 2 ist dann der Wechsel meiner Turnschuhe gegen die leichteren Pantoffeln aus dem Fach zu meiner linken.

 

In den bequemen Sitzen merkt man auch gar nicht wie die Zeit vergeht. Desweiteren kann man den Sitzplatz bei Bedarf mit wenigen Handgriffen sogar zu einem Bett umfunktionieren.

 

Um der Zeitumstellung zuvorzukommen sehe ich auf dem ersten Flugsegment zunächst aber mal vom Schlafen ab; Dann wird es in Singapur (nach Melbournezeit) zwar irgendwann nach 12 Uhr sein, aber dafür kann ich dann während der „europäischen Nacht“ schlafen und komme im Idealfall ausgeruht in Paris an...

 

Ich nutzte die letzten 6h also dazu um etwas für mein Studium zu tun.

 

Zwischendurch lege ich aber immer wieder Pausen ein um das leckere Essen nicht zu verpassen ;)

 

Ein weiteres Highlight ist auf jeden Fall der große Bildschirm, der in die Lehne des Vordersitzes eingelassen ist.

Hier findet sich eine große Auswahl an aktuellen Filmen und TV-Serien zur freien Verfügung.

Auf dem Hinflug habe ich mich für die ein oder andere Folge Big Bang Theory entschieden.

Alle Rekorde gebrochen hat aber unser Sportlicher Leiter: Auf den 12h von Paris nach Singapur reihte er einen Film an den anderen und kam so auf 7 (!!) Filme am Stück!!!

 

Hier in Singapur habe ich gerade eine erfrischende Dusche in der Lounge hinter mir bevor es jetzt gleich weiter zum nächsten Flug geht.

 

Alles in Allem dauert meine Heimreise von Tür zu Tür etwa 1,5 Tage mit einer reinen Flugzeit von 1 Tag 4 Stunden 

Bis jetzt kann ich mich auch über den Rückflug nicht beschweren. Im Gegenteil; mein Sitz ist beinahe so bequem wie meine Couch zu Hause ;)

 

Jetzt muss ich aber los, sonst verpasse ich noch meinen Anschlussflug

See ya

Nico

28.01.2018

Cadel Evans Great Ocean Road Race

Die letzten 3 Wochen vergingen wie im Flug.

Doch nach dem heutigen Tag geht mein Australien-Abenteuer zu Ende.

 

Als ob uns Down Under nochmal zeigen wollte, wie warm es hier eigentlich werden kann stiegen die Temperaturen heute nochmal auf über 40° an, nachdem es die ganze Woche angenehm warm war.

 

Die Strecke des Cadel Evans Great Ocean Road Race führte von Geelong über eine 113km lange große Runde zunächst alles auf der wunderschönen Küstenstraße -besser bekannt als Great Ocean Road ;)- nur um dann etwas weiter im Landesinneren nach Geelong zurückzuführen.

 

Dort erwartete uns dann ein Klassikerfreundlicher Rundkurs mit 2 kurzen knackigen Anstiegen in denen die Hitze nur so stand.

Gestern im Training, bei gut 20° weniger, lief es noch richtig gut bei mir aber heute bei dieser brütenden Hitze hatte ich auf den 4 Schlussrunden schwer mit mir selbst zu kämpfen.

 

Zwei mal fuhr ich vorne im Feld geschlossen mit meinen Teamkollegen mit rüber, während ich beim 3. Mal auf der Kuppe abreissen lassen musste.

 

Die Hitze stellte mich komplett auf und ich fuhr erstmal nur im Zickzack weiter.

 

Das muss wohl das erste Rennen für mich gewesen sein, dass ich als letzter noch klassierter Fahrer zu Ende gefahren bin. Allerdings sollte man erwähnen dass fast die Hälfte des Feldes ausgestiegen ist und ich somit als 69 ins Ziel kam.

Eins ist sicher klar, die Hitze wird mir zu Hause sicher keine Probleme bereiten und ich glaube vielmehr, dass ich mich bei den Klassikern bei 5° und Regen an die australische Sonne zurücksehnen werde…

 

Jetzt fülle ich aber erstmal meine Speicher wieder auf und versuche möglichst viel zu trinken denn auf den 165km heute habe ich insgesamt knapp 2kg Flüssigkeit ausgeschwitzt…

 

Wenn der Koffer dann gepackt ist werden wir heute Abend noch alle zusammen Essen gehen. Zum Abschluss eben.

Mal schauen ob ich irgendwo Känguru probieren kann…

 

Morgen Nachmittag geht dann unser Flug nach Hause.

Die Reise geht von Melbourne über Singapur nach Paris und von dort aus dann weiter nach Zürich mit finaler Ankunft im (mittlerweile nicht mehr so ganz) trautem Heim gegen Dienstag Mittag.

 

Bis bald und fürs erste zum letzten Mal vom anderen Ende der Welt

Euer Nico

 

 

 

photos: @gettysport

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25.01.2018

Toward Zero Race Melbourne

Während wir die ersten 2 Wochen hier in Australien in Adelaide verbracht haben, sind wir am Montag mit einem kurzen Flug nach Melbourne in den Staat Victoria weitergereist.

Trotz der geringen Flugzeit von nur etwa 1,5h sind wir Europa jetzt nochmals eine halbe Stunde mehr voraus.

Damit beträgt die Zeitverschiebung jetzt ganze 10h im Vergleich zu Deutschland.

 

Auch wenn sich eine halbe Stunde mehr oder weniger nicht wirklich viel anhört, hat dieses halbe Stündchen doch einen gewaltigen Einfluss auf die Kommunikationsmöglichkeiten mit meinem Schatz zu Hause.

Während meine Freundin letzte Woche noch gerade aufstand wenn ich ins Bett ging, sorgt eben diese verflixte halbe Stunde nun dafür dass ich nicht mehr nach Hause telefonieren kann ohne das einer von uns länger aufbleibt oder früher aufsteht...aber nichtsdestotrotz schaffen wir es doch mit einander in Kontakt zu treten ;)

 

Untergebracht sind wir nicht direkt in Melbourne sondern eine gute Autostunde weiter in Geelong wo am Sonntag auch der Start des Cadel Evans Great Ocean Road Race sein wird.

 

Doch noch haben wir nicht Sonntag sondern Donnerstag.

 

Heute mussten wir unsere „Ferien“ in Down Under für ein kurzes Rennen unterbrechen, nachdem wir am Dienstag das Glück hatten die Australien Open zu besuchen.

Großzügigerweise hat der Veranstalter uns Karten für das Viertelfinale zwischen Cilic und Nadal zur Verfügung gestellt.

Echt beeindruckend mit welcher Präzession und Geschwindigkeit die Stars hier die Bälle über das Feld schmettern...ein Tennisfan bin ich deswegen jetzt aber nicht geworden -eine schöne Erfahrung war es aber trotzdem!

 

Doch jetzt zum Rennen (ja wir fahren auch noch Rad und machen nicht nur Urlaub :D )

Da außer den australischen Teams keiner eigene Autos auf dem fremden Kontinent hat, stellt die Organsiation (wie auch schon bei der Tour Down Under) Fahrzeuge zur Verfügung.

Hier haben wir 2 Renndienstwägen und ein Reisebus fährt die Teamhotels an um die Fahrer zwischen Hotel, Start und Flughafen hin- und herzufahren.

 

So wurden wir auch heute vorm Hotel erwartet um die ca. 80km von Geelong nach Melbourne zum Formel 1 Rundkurs wo das „Towards Zero Race“ -also das zum Cadel Evans Great Ocean Road Race gehörende Kriterium- stattfand zu fahren.

 

Es war aber so viel Verkehr, dass wir gefühlt ewig wie die Sardinen im Bus saßen und erst 40 Minuten vorm Start in der Boxengasse -wo normalerweise die Formel 1 Wagen parken- auf unsere Rennmaschinen steigen konnten.

 

Gut organisiert wie ich nunmal bin habe ich mein iPad eingesteckt und konnte so vor dem Rennen noch etwas Arbeit erledigen.

 

Alle Motorsportfans unter Euch dürften den Rundkurs kennen. Für alle die mit Formel 1 nichts anfangen können: Der Rundkurs ist etwas über 5km lang und hat keine wirklich engen Kurven, sodass ich meine Bremsen heute schonen konnte.

Die Straße führt um einen See herum, sodass der Wind ungehindert wehen kann.

 

Zu fahren waren 22 Runden~110km.

Von Beginn an war ordentlich Zug auf der Kette und die Nervosität legte sich erst nach 2 bösen Stürzen in der Anfangsphase.

Einen Fahrer scheint es schlimmer erwischt zu haben. Alles Gute von hier aus an ihn!

 

Etixx und Mitchelton-Scott kontrollierten das Feld und übernahmen die Verfolgungsarbeit hinter den 7 Ausreißern, die sich trotz des starken Windes stark widersetzten.

Für uns sollte dieses Rennen mehr als Vorbelastung für Sonntag dienen, da wir keinen Sprinter mit im Aufgebot haben.

Wir drehten also die Beine versteckt im Feld.

Im Prinzip war es wie Motortraining.

Immer zwischen 45 und 55 km/h auf dem Tacho rollten wir mit.

Im Finale hielten wir dann aber doch etwas mit rein und Mika (Cherel) platzierte sich auf dem 12. Rang.

Ich überquerte nicht weit dahinter auf dem 18. Platz die Linie.

 

Die Beine sind gut und ich bin so weit mit meinem australischen Saisonauftakt zufrieden.

Zum Abschluss dieses Blocks fehlt jetzt nur noch 1 Renntag bevor es am Montag auch schon wieder zurück nach Europa geht.

Diese 3 Wochen sind echt wie im Flug vergangen..

Kommentare

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  • Janin (Donnerstag, 25. Januar 2018 13:17)

    Saustark mein Schatz :*
    Ich bin sehr stolz auf dich :)

21.01.2018

Santos Tour Down Under #6

Sonntag der 21. Januar und die erste Rundfahrt des Jahres liegt schon hinter mir.

Es war eine extrem heiße Woche hier in Adelaide.

Bereits vor dem heutigen Kriterium stand die Gesamtwertung aber schon mehr oder weniger fest. Lediglich über die Summe der einzelnen Platzierung konnte man noch den ein oder anderen Platz gewinnen aber auch verlieren.

Es galt für unsere 2 Mann für die Gesamtwertung also im Sprint vorne mit reinzuhalten.

Ausserdem versuchten wir zu Beginn des Rennens eine Gruppe mit unserem Leader zu bilden; die anderen Teams ließen uns aber nicht fahren...

Nichtsdestotrotz war das Rennen extrem schnell und die 90km auf dem kurzen Stadtrundkurs gingen schnell vorbei.

Ich arbeitete dabei die ganze Zeit wieder für das Team und hielt unsere 2 Leader vorne im Feld.

 

Am Ende der Rundfahrt steht für uns ein 13. und ein 20. Platz in der Gesamtwertung auf der Habenseite -ein akzeptables aber nicht überragendes Ergebnis.

 

Aber da selbst am Willunga Hill noch eine größere Gruppe in der selben Zeit ankam war das Gesamtklassement extrem eng und somit viele Fahrer in der selben Zeit...somit waren die endschnellen Leute hier im Vorteil.

 

Für uns geht es am Montag weiter nach Melbourne genauer gesagt nach Geelong wo wir eine weitere Woche verbringen um am Donnerstag das Kriterium auf der Formel 1 Strecke von Melbourne zu fahren.

Am Sonntag steht dann mit dem Cadel Evans Road Race nochmals ein WorldTour Rennen auf dem Program bevor es zurück nach Europa geht.

In diesem Sinne bis demnächst

Nico

 

photo: @gettysport

20.01.2018

Santos Tour Down Under #5

Nach 2 richtig heissen Tagen waren heute wider einmal etwas normalere Temperaturen angesagt.

Mit etwa 35° wurde es aber dennoch relativ heiß.

Allerdings konnte man direkt spüren, dass die Beine viel eher bereit waren ihre Arbeit zu verrichten als noch an den Tagen zuvor.

 

Meine aufgabe bestand heute darin, dass Team optimal in die erste Passage des Willunga Hills zu bringen.

Also fuhr ich in der langen Gegenwind-Geraden von vorne und erledigte meinen Job.

Danach scherte ich aus und fuhr mein Rennen im Grupetto zu Ende.

 

Heute fühlte ich mich zum ersten Mal während dieser Rundfahrt wieder richtig gut.

Das liegt definitiv an der Hitze mit der ich einfach noch immer kein freundschaftliches Verhältnis aufbauen kann...

Nach dem Rennen zeigte ich mich von miener motivierten Seite und fuhr die 52km zurück ins Hotel.

Da meien Teamkollegen aber keine anstalten machten mich zu begleiten fuhr ich alleine los und folgte ohne zu zögern meinem GPS.

Nur dass das die schnellste Route anzeigte und mich auf die Autobahn schickte.

Einmal dort war natürlich nichts mit umdrehen, sodass ich weiter bis zu einer Behelfsausfahrt fuhr um dort dann sicher auf den Radweg gelangen konnte.

 

Moral der Geschichte ist dass man nicht blind dem Navi hinterfahren sollte, sondern auch mal Schilder lesen sollte...

 

See you guys

Nico

 

phot: @gettysport

19.01.2018

Santos Tour Down Under #4

Kann es denn eigentlich noch heißer werden?

Nochmal ein Tag mit dem Thermometer am Anschlag.

 

Anfangs fühlte ich mich noch echt gut und kam gut mit den Temperaturen zu recht.

Je länger es aber ging desto schwerer wurde es logischerweise die Körpertemperatur auf einem "angenehmen" Level zu halten.

 

Ich habe irgendwann aufgehört mitzuzählen wie viele Flaschen ich getrunken oder geholt habe.

Gefühlt alle 5km war schon wieder alles leer.

Das lag aber auch daran, dass ich meine Flaschen immer an unsere Leader abgab, sodass wenigstens die ausreichend mit Flüssigkeiten versorgt waren.

So kam es, dass ich im Finale vor dem Anstieg ohne Trinken da stand, nochmals alles gab um unsere 2 Leader in der Abfahrt vorne zu halten.

Im letzten Aufstieg nach Norton Summit hinauf lies ich schon unten rein abreissen und versuchte meinen Puls wieder runterzubekommen.

 

Während unsere 2 Leader vorne mit ins Ziel kamen verlor ich ca 15 Minuten auf den Sieger Peter Sagan.

 

Den Weg zurück ins Hotel nach Adelaide nahm ich wieder auf dem Rad in angriff und kam so in den Genuss auf den wunderschönen Ausblick auf ganz Adelaide samt Strand von oben.

Kehrseite der Medaille war der heisse Wind, der uns wie aus einem riesigen Fön entgegen wehte.

 

Morgen wird es dann nochmal richtig schwer wenn am legendären Willunga Hill die Vorentscheidung für die Gesamtwertung fallen wird.

 

Allerdings müssen wir aufpassen, dass wir uns morgen keine Unterkühlung holen, denn die Temperaturen werden wohl so an die 10-15° auf lediglich 33°C fallen...

See ya guys

 

photos: @gettysport

18.01.2018

Santos Tour Down Under #3

 

 

Gestern war es ja schon heiß, aber auch heute war die Sonne auch wieder auf unserer Seite.

Allerdings war das heute echt zu viel des Guten. Wenn der SRM-Tacho fast 50° anzeigt, dann gibt es doch die ein oder andere Sache die ich lieber machen würde als auf mein Rad zu steigen...Das sahen die Organisatoren und Kommisäre wohl ähnlich, sodass sie uns nur 1 statt 3 Runden auf dem Zielkurs fahren liesen.

Insgesamt sparten wir uns so also 26km.

 

Der Start war wie die letzten Tage auch wieder heiß umkämpft, sodass wieder nur 2 Mann davon fuhren.

Kaum überraschend: Beide waren sowohl gestern als auch an Tag 1 vorne vertreten.

Echt beeindruckend wie die 2 Jungs es sich da geben.

Während Dlamini von Dimension Data sein Bergtrikot verteidigen will ist der Junge Scott Bowden von der australischen Mannschaft wohl auf einen Profivertrag aus.

In jedem Fall hat er hier mal auf sich aufmerksam gemacht ;)

 

Mal davon abgesehen, dass heute jeder gegen die Hitze gekämpft hat verlief der Tag relativ ruhig.

Zu den Zwischensprints wurde es kurz jeweils wieder nervös, da es um wertvolle Sekunden für die Gesamtwertung ging.

 

Erst im Finale wurde es dann richtig schnell und wir platzierten unsere 2 "Optionen" für die Gesamtwertung vorne im Feld, da die Zielanfahrt relativ technisch war und wir keine Zeit verlieren wollten.

Dies gelang uns soweit ganz gut und sowohl Pierre Latour als auch Mickael Cherel sind noch ohne Zeitrückstand.

 

Morgen soll es dann NOCHMALS heißer werden. Bereits jetzt steht fest, dass der Start etwas vorgezogen wird.

allerdings konnte ich auch schon etwas Gemunkel über eine Annulierung hören.

 

Warten wir es mal ab was die Kommisäre am Ende entscheiden.

Mit der heutigen Verkürzung lagen sie auf jeden Fall richtig; vielen Dank dafür!

 

Achso ja und noch einen kurzen Kommentar zum Bild des Tages:

Seit letztem Jahr sind wir mit Keramiklagern von Ceramicspeed unterwegs.

Ausserdem haben wir das Oversized Scahltwerk an allen Rädern verbaut.

Nachdem wir über die gesamte letzte Saison durchweg positive Erfahrungen damit gemacht haben, haben wir jetzt erstmals auch die neue CeramicSpeed Kette verbaut. Diese soll uns helfen nochmals ein paar Watt einzusparen.

 

Und jetzt Daumen Drücken, dass wir morgen wie geplant fahren können

See ya guys

Nico

17.01.2018

Santos tour Down Under #2

 

 

Nachdem gestern die Temperaturen schon etwas angestiegen waren, war es heute nochmals heißer und wir überschritten die 40° Grenze.

 

Ausserdem war auch der Kurs deutlich anspruchsvoller als noch gestern.

Fast während der gesamten 149km ging es auf hügeligem Terrain nur hoch und runter.

 

Bei dieser Hitze war erneut die Motivation bei den Fahrern in die Gruppe zu gehen nicht sehr groß, sodass wieder die selben 3 Mann vorne waren wie gestern; nur dass diesmal nocher von Movistar mitkam.

 

Hinten kontrollierte dann also erstmal Lotto für Greipel, bis Barrain dann das Zepter in die Hand nahm und in der ersten Runde auf dem Rundkurs in Stirling gleich mal richtig aufdrehte um das ganze Feld wie an einer Perlenkette aufzureihen.

Danach waren weder Geschwindigkeit noch Wattwerte extrem hoch aber durch die zusätzliche Belastung durch die enorme Hitze waren alle am Anschlag.

 

Für mich war dann bei der letzten Auffahrt zum Ziel hin Schluss und ich scherte gut 7km vor dem Ziel mit einem 190er Puls aus.

Dieser wollte seit der ersten Tempoverschärfung von Barrain bei den besagten 40° einfach nicht mehr richtig runter gehen...

 

Nach dem Ziel fuhren wir dann noch mit dem Rad die 20km Abfahrt zurück ins Hotel wo ich jetzt schon meine wohlverdiente Massage hinter mir habe.

 

Um mich vor der "bösen Sonne" zu schützen habe ich mich bereits vor dem Start doppelt mit 50er Sonnencreme eingecremt und bin dann auch während dem Rennen noch 2 mal ans Auto um die Schicht aufzufrischen.

Dennoch habe ich am Rücken trotz Creme und Trikot jetzt schon eine mehr als dezente Bräunung ;)

 

Für morgen und Freitag soll es dann nochmals heißer werden; also frieren werden wir auf keinen Fall...

An alle in Deutschland noch einen schönen Tag, während für mich der Tag nun schon wieder langsam dem Ende zugeht.

In diesem Sinne

See you tomorrow

Nico

photo: @gettysport

16.01.2018

Santos Tour Down Under #1

So der Urlsaub ist vorbei und der ganze Australienaufenthalt geht seinem eigentlichen Zweck entgegen.

Nach einer 1. doch eher entspannten Woche hier in South Australia startete heute die Santos Tour Down Under.

In den nächsten Tagen stehen insgesamt 6 Etappen rund um Adelaide auf dem Program.

 

Den Auftakt bildete heute die 1.Etappe vom Port Adelaide nach Lyndoch.

 

Die 145km waren mehr oder weniger flach und daher war die Begeisterung für die Gruppe des Tages doch eher gemäßigt, sodass bei Kilometer 0 nur 3 Fahrer die Flucht wagten und sich ohne jedweden Widerstand des Pelotons direkt absetzen konnten.

 

Hinten im Feld war die Lage daher ziemlich entspannt.

Auch die gut 35 Grad konnten nicht genug Härte zum Rennen beisteuern, sodass es zum allseitserwarteten Sprint kam.

 

Durch den Rückenwind bei der Anfahrt auf die Zielgerade war das Tempo extrem hoch, sodass ich mir mit meinem 53er KEttenblatt die Beine um die Ohren flogen...

Ich hielt etwas mit rein -ohne ganz vorne mitzumischen- und rollte wie schon beim Kriterium hinter den Sprintern im vorderen Feld über die Linie.

 

Während dies für mich Platz 36 bedeutete kam mein Teamkollege Matteo Montaguti auf einen sehenswerten 8. Platz.

Bei dem Sprinterniveau, dass hier am Start ist, ist das für uns echt ein super Ergebnis.

 

Morgen dürfte die Etappe nicht ganz so ereignislos verlaufen, da ein der finale Rundkurs in Stirling doch etwas anspruchsvoller sein wird als heute noch.

 

photo: @gettysport

 

14.01.2018

People's Choice Classic

Hallo alle zusammen.

Ich bin jetzt seit 1 Woche am anderen Ende der Welt in Adelaide, Australien.

Ich war sogleich beeindruckt von der Landschaft und Australien als Ganzes.

Nach dem extrem langen (19h) komfortablen Flug in der Business-Klasse von Paris über Singapur nach Adelaide hatte ich lediglich die Esten 2 Nächte etwas Probleme mit der Zeitumstellung und wachte mitten in der Nacht auf.

Mittlerweile habe ich mich aber gut akklimatisiert und keine dergleichen Probleme mehr.

 

Heute stand dann auch endlich das erste Rennen der Saison 2018 auf dem Program.

Nach einer Woche im „Tourist-Mode“ mit viel Zeit für Kaffee und Sightseeing bzw Känguru-Streicheln wurde es nun ernster.

 

Die People’s Choice-Classic ist das Eröffnungskriterium der Santos Tour Down Under die am Dienstag beginnen wird.

Auf dem knapp 2 km langen Stadtkurs fuhren wir 22 Runden = 51km bei noch immer warmen Temperaturen in den Abendstunden Adelaides.

 

Ich hatte gute Beine und fühlte mich nach einem guten Winter mit lediglich 2-3 trainings-unfreundlichen Tagen sehr gut und frisch.

Dementsprechend fuhr ich auch immer vorne und rollte als 16. Hinter den ganzen Hochkarätigen Sprintern über die Ziellinie.

Für uns war dieses Kriterium ein letztes Warmrollen vor dem eigentlichen Ziel -der Tour Down Under.

 

Alles in Allem war dies ein gelungener Saisonauftakt für mich und ich bin soweit zufrieden mit meiner Form.

Auch Australien gefällt mir richtig gut. Nach lediglich 2 Tagen in der Sonne hier wollte ich wollte sich schon gleich mein Ticket für nächstes Jahr lösen; ab er warten wir dafür erstmal noch das eigentliche Rennen ab ;)

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