Juli 2019

31.07.2019

Tour de Wallonie - 5.Etappe

Nachdem es mir gestern nicht ganz so gut lief wie die ersten Tage, hatte ich heute wieder win top Bein dran.

Ich war eigentlich immer mit dabei und auch auf dem finalen Rundkurs und auf der Windkante recht gut platziert. Allerdings war ich die letzten 70km auf mich allein gestellt, da meine Teamkollegen durch Defekte und schlechte Positionen zurückgeworfen wurden.

3km vor dem Ziel hielt ich dann wieder voll mit rein, da die Ankunft eine Position unter den ersten 10 voraussetzte, damit auf dem technischen Schlussstück keine Lücken vor  einem aufgehen können.

In guter Position liegend musste ich dann aber hart abbremsen um nicht zu stürzen und wurde dadurch ans Ende des Geldes katapultiert. Da vor mir dann die Fahrer die ihren Job erledigt hatten rausnahmen passierte das was passieren musste ich eine Lücke vor mir hinnehmen und kassierte im Ziel ein paar Sekunden.

 

Mit dem Ergebnis bin ich absolut unzufrieden, da ich mich heute wirklich gut gefühlt habe...allerdings freue ich mich auch über meine gute Form. Ich bin auf Kurs für die Deutschlandtour ?

30.07.2019

Tour de Wallonie - 4.Etappe

Heute wurde als die Königsetappe angekündigt. Das Attackenfestival begann auch schon gut 70km vor dem Ziel und der Wind machte das Rennen dann auch wirklich hart und zog das Feld in die Länge.

 

Aber absolut nichts passierte. Allen tat es weh aber keiner ließ reißen, sodass es zum Sprint von 60 Fahrern kam.

Die Organisation hat hier echt ein Händchen die gefährlichsten Ankünfte rauszusuchen: Gestern bereits ging es die letzten 4km bergab mit einem 10cm hohen Kopfsteinpflaster Mittelstreifen. Ähnlich war es auch heute nur dass es diesmal auf den letzten 500m war...

Da ich doch noch etwas an meinem Leben hänge ging ich nur begrenztes Risiko und rollte als 25. über die Linie.

Morgen ist dann schon auch die letzte Etappe und wir haben immer noch 3 Mann in Schlagdistanz für die Gesamtwertung. Allerdings wird es wohl schwierig Loic Vliegen noch abzufangen, auch wenn es morgen zum Ziel nochmal steil auf Kopfsteinpflaster bergan gehen soll...es ist aber auf jeden Fall noch alles eng beisammen und wir werden morgen nicht nur zuschauen ;)

29.07.2019

Tour de Wallonie - 3.Etappe

Auch auf der 3.   Etappe lief es mir wieder recht gut. Ich versuchte dann in die Gruppe zu gehen um eine Zeitbonifikation abzustauben. Mir selbst gelang das leider nicht, dafür aber meinem Teamkollegen Aurelien.

Dies sorgte dann aber auch für Unmut bei einem sportlichen Leiter eines Fluchtgefährten, sodass Aurelien und der andere Fahrer auf das Feld warteten, da keiner mehr mit dem anderen fahren wollte.

Das löste hinten im Feld eine neue Attackenwelle aus, die über 1h andauerte.  Zwischenzeitlich zersprang sogar das Feld in 5 Teile.

Irgendwann konnten sich dann wieder 6 Fahrer absetzen und machten die letzten beiden Bonifikationen unter sich aus. Auch diesmal war ich leider nicht dabei.

 

Ich konzentrierte mich also aufs Finale und hielt voll mit rein. In der Zielkurve war ich auch noch aussichtsreich positioniert, musste aber voll in die Eisen gehen, da sich vor mir ein Fahrer quergestellt hatte.

Da die letzten 300m stark ansteigend waren, verlor ich dabei meine gesamte Geschwindigkeit. Dies kostete mich auch eine richtig gute Platzierung und ich musste mich heute mit Platz 20 zufrieden geben.

28.07.2019

Tour de Wallonie - 2.Etappe

Auch heute gings mir wieder ganz gut und auch der erneute Dauerregen machte mir nichts aus. Ich war immer gut positioniert und war nie in großen Schwierigkeiten. Dennoch fehlte der letzte Punch um den Unterschied auszumachen. Trotz Allem bin ich sehr zufrieden, dass ich nach dieser langen Trainingsphase vorne mitfahren kann.

Im Sprint um Platz 3 kam ich dann mit der ersten größeren Gruppe ungefähr auf dem 11. Platz ins Ziel.

Morgen soll das Wettern dann erstmal wieder besser werden ?

27.07.2019

Tour de Wallonie - 1.Etappe

Nach meinem Ausflug nach Asien bin ich gestern ins vertraute Belgien geflogen. Meine 2 Fahrräder wollten aber in Zürich bleiben und ich war extrem froh, dass trotzdem noch ein Ersatzrad im Team-LKW war, mit dem ich heute das Rennen fahren konnte.

Das Profil war mehr oder weniger flach. Lediglich 50km über einige Hügel, die ich aus dem Frühjahr schon gut kenne gaben dem Rennen in der Mitte etwas Würze. Der einsetzende Regen gab dann noch zusätzlich etwas Schwierigkeit dazu, was alle doch nervöser machte.

Nichtsdestotrotz sorgten die letzten 50km dafür, dass wieder alles zusammenlief und es zum erwarteten Sprint kam. Ich fühlte mich den ganzen Tag über bestens und unterstützte meine Teamkollegen im Sprintfinale indem ich von Kilometer 3-0,5 von vorne fuhr. Die beiden kamen dann auf 4 und 15 rein, ich dann kurz dahinter auf Platz 30.

21.07.2019

Ready Steady Tokio Testevent

Mit meinem Job komme ich ja wirklich viel rum. Aber in Asien war ich bisher noch nicht.

Aber es gibt für alles ein erstes Mal und ich hatte die Ehre erneut das Nationaltrikot überzustreifen und beim olympischen Testrennen einen ersten Eindruck bon der Strecke zu bekommen.

 

Und eben diese war brutal hart. Der Start ist in Tokio Downtown. Dann geht es in einer unendlich Abfolge von rechts, links, hoch, runter raus aus der Stadt. Je weiter raus man kommt, desto länger werden die Anstiege.

Bis zum Kilometer 80 gab es keinen flachen Meter und somit auch keine Möglichkeit sich zu erholen. Dazu kam dann noch das schwüle Wetter. Besonders zu schaffen machte mir die hohe Luftfeuchtigkeit und der Jetleg. Unser Trip dauerte insgesamt nur 5 Tage, wodurch nicht ausreichend Zeit war die 7h Zeitdifferenz auszugleichen. Da dies aber nicht meine erste Zeitreise war, fing ich bereits zu Hause an um halb 6 Uhr morgens aufzustehen um schon einen ersten Schritt in Richtung Tokio Zeit zu gehen. Dort angekommen schlief ich dann so lange wie möglich (8:30 um noch Frühstück zu bekommen ?). Auch den ganzen Hinflug versuchte ich zu schlafen.

 

Nach dem Rennen dann genau das Gegenteil: ich bin nach dem Rennen noch bis 2h wach geblieben um dann im Flieger ebenfalls wachzubleiben.

 

Nun aber zum Rennen:

Mir ging es anfangs richtig gut und ich hatte auch die nötige Übersicht im richtigen Moment mitzufahren.

 

Wie oben aber schon beschrieben gab es keinen Moment sich zu erholen und mein Puls wollte einfach nicht mehr runtergehen. Das schiebe ich zum Teil auch auf das Zeitreisen....

Im letzten Anstieg stellte es mich dann also komplett auf und ich fiel mit Krämpfen aus der Spitze dann noch bis auf Rang 32 zurück.

 

Ich finde allerdings, dass der Kurs Olympiawürdig ist und gerade auch durch die kleinen Teams (maximal 4 Fahrer pro Nation) für viel Spannung sorgen wird. Das Rennen wurde mehrmals immer wieder umgedreht, sodass auch Fahrer von weit hinten nochmal nach vorne fahren können....

09.07.2019

Hallo und Herzlich Willkommen zurück!!!!!!

Es gab hier lange nichts mehr zu lesen und das nicht ohne Grund:

 

Meine Saison begann im Januar in Australien. Das ist sowieso schon recht früh, doch ich -motiviert wie ich nunmal bin- reiste bereits im Dezember an um in der Sonne ordentlich trainieren zu können. Das war sportlich auf jeden Fall die richtige Entscheidung, doch das bedeutet auch, dass ich bis heute den 9.7. nicht einmal 70 Tage dieses Jahres zu Hause war. Ihr werdet also nachvollziehen können, dass ich nach diesem intensiven Giro d'Italia, der nicht wirklich so verlaufen ist wie ich mir das vorgestellt habe, etwas Ruhe gebraucht und diese auch sehr genossen habe. Ich bin zwar noch das ein oder andere Rennen gefahren -durfte in Minsk bei den Europaspielen sogar das Trikot der deutschen Nationalmannschaft überstreifen- ging diese aber ohne jedweden Stress an.

 

Nach den nationalen Titelkämpfen in Chemnitz Ende Juni stellte ich das Rad für 7 Tage dann komplett in die Ecke und widmete mich meinem Garten, Freunden und Familie, die alle bisher zu kurz kamen. Da ich -wie viele bereits wissen- im Oktober den Bund der Ehe eingehen werde, gab es in diesem Bereich auch sehr viel zu tun.

 

Diese kurze Auszeit tat mir wirklich gut und ich bin gestern voller Elan wieder auf mein Rad gestiegen um die zweite Saisonhälfte einzuläuten. Ich muss zugeben, dass -auch wenn es nur 7 Tage waren- mir dieses Gefühl auf dem Rad zu sitzen und den Wind zu spüren gefehlt hat.

 

Jetzt steht noch eine weitere Trainingswoche vor mir um dann nach Tokio für das olympische Testrennen zu fliegen. Danach geht es dann Schlag auf Schlag und die Rennen reißen bis Oktober nicht mehr ab. Mein absolutes Highlight wird dann die Deutschlandtour Ende August sein. Für mehr Informationen über meine Rennplanung habe ich nun die Termine aktualisiert.

Das war vorher leider nicht möglich, da auch ich nicht wusste wo meine Reise hingeht...

 

PS: Ich möchte mich bei allen bedanken, die sich hier immer wieder einklicken. Es war doch überraschend für mich wie viele Leute sich bei mir mit der Frage warum es denn nichts mehr zu lesen gibt gemeldet haben!

Nach dieser Sommerpause bin ich jetzt wieder da und melde mich wieder regelmäßig ;)

 

Grüße Nico

Fotos: Gettysport

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