photo: @tdwsport

28.03.2018

Dwarsdoor Vlaanderen

photo: @tdwsports

Das 73. Dwarsdoor Vlaanderen war für uns ein rabenschwarzer Tag.

Das lag nicht unbedingt an den dunklen Wolken und dem Dauerregen der auf uns herabregnete, sondern vielmehr das Pech das uns überströmte.

Auf den ersten 80km hatten wir etwa einen 50er Schnitt, da der Kampf um die Gruppe unentwegt tobte und niemand sich so richtig absetzen konnte.

Bei diesen Wetterbedingungen war heute so ziemlich alles möglich und daher spekulierte ich auch auf die Gruppe. Wie bereits gesagt, wurde damit aber nicht viel und ich verschoss meine Körner doch etwas zu sehr in der langen Startphase.

 

Im hinteren Teil des Feldes gab es derweil einen Sturz nach dem anderen. Unglücklicherweise war auch Oliver Naesen in einen dieser Stürze verwickelt und musste das Rennen in der Folge aufgeben. Jetzt hoffen wir, dass bis Sonntag für die Ronde wieder alles klar bei ihm ist!

 

Im weiteren Verlauf sahen wir dann auch keine Sonne mehr. Weder am Himmel noch im Rennen. Nach den ganzen Anstrengungen die ich auf den ersten 100km unternommen hatte, musste ich im entscheidenden Moment abreissen lassen und in meiner Gruppe ging es nacer nur noch um Rang 39. In Abwesenheit von Oliver ging dieses Rennen also voll an uns vorbei, da wir nicht einen Fahrer unter den ersten 40 platzieren konnten.

 

Aber jeder darf mal einen schlechten Tag haben und der Blick geht schon auf das Rennen des Jahres: Die Ronde 2018 am Sonntag!

@tdwsport

25.03.2018

Gent-Wevelgem

Photo: @kevinbottin

Nach meinem Sturz ging ich mit gemischten Erwartungen heute morgen an den Start. Zum Einen war ich total motiviert und voller Vorfreude auf den nächsten großen Klassiker. Auf der anderen Seite war ich mir nicht sicher, wo ich nach meinem Sturz bei E3 stand.

 

Das Rennen an sich war mega hektisch und mehr als nur ein bisschen nervös.

Gestecke und Stürze über die vollen 250km...

 

Meine Aufgabe war Oliver so gut wie möglich zu helfen und zu Beginn keine zu große Gruppe gehen zu lassen -alles natürlich je nachdem wie ich mich nach meinem Sturz erholt habe und im Rennen fühle...

 

Anfangs ging auch noch alles gut und ich erledigte meine Aufgaben wie von mir erwartet.

Als es dann aber auf den Kemel zu ging, war ich nicht mehr in der Lage nach vorne zu fahren.

Ich war also auf den kleinen eckigen Straßenn zu weit hinten und -wie jeder weiss- ist das in Belgien tödlich.

 

Ich platzte also nach dem Kemel weg und beendete das Rennen im Grupetto.

Das war natürlich nicht das, was ich mir vorgestellt hatte.

Allerdings muss man auch realistisch bleiben und sehen, dass mein Crash nur 48h zurückliegt und es mehr als normal ist, dass ich noch nicht wieder bei 100% bin. Trotz allem hatte ich aber keinerlei Probleme mit meinem Fuß / Bein.

Komischerweise war es mein Hals der mir Probleme bereitete.

Während des Sturzes muss mein Kopf wohl irgendwie nach hinten geshcleudert worden sein, sodass die Halsmuskulatur überstrapaziert wurde und ich nun Muskelkater am Hals hatte...man entdeckt eben immer neue Sachen ;)

 

Jetzt habe ich nochmal 2 Tage um meine Wunden zu lecken, sodass ich am Mittwoch für den nächsten Einsatz wieder fit bin!

24.03.2018

GP E3

Ein Bild, dass meinen Tag zusammenfasst:

 

Von einer Sekunde auf die andere war alles gelaufen.

Es war der Moment, der das gestrige Rennen geprägt hat. Ein Massensturz etwa zu Rennmitte, genau da, als das Rennen begann Fahrt aufzunehmen.

Ich war gut platziert (unter den ersten 30), als in einer leichten Abfahrt bei 60 km/h die Fahrer vor mir in die Eisen gingen und ich nirgends mehr hinkonnte. Ich krachte voll in die Fahrer vor mir und die, die hinter mir waren fielen über mich drüber.

 

Dies war mit Sicherheit einer der krassesten Stürze in die ich verwickelt war! Doch ich kam mit einem blauen Auge davon.

Ich musste zwar eien gefühlte Ewigkeit auf mein Ersatzrad warten da unser Teamwagen weit zurück war...

Ich fuhr dann zwar wieder weiter, kam auch nochmals bis zu den Autos, sah das Feld aber nicht mehr wieder, sodass ich zum Aussteigen gezwungen war.

 

Abends ging es für mich dann weiter ins Krankenhaus nach Gent wo ich vorsichtshalber noch eine Röntgenaufnahme von meinem Wadenbein machen ließ.

 

Die Entwarnung kam aber direkt: Es ist nichts gebrochen.

Ich entkomme diesem Horrorcrash also mit lediglich ein paar Schürfwunden und 2 dicken Hämatomen an Knie und Wade.

Heute morgen geht es mir schon wieder viel besser und ich kann wieder ohne zu humpeln laufen...

Im Laufe des Tages werde ich mit meinen Teamkollegen eine gemütliche Regenerationsausfahrt unternehmen. Normalerweise sollte einem Start bei Gent-Wevelgem morgen nichtsw im weg stehen!

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18.03.2018

GP Denain

Nach nun mehr als 3 Wochen ohne Wettkampf und einem Kurztrip nach Spanien ins Trainingslager kehrte ich heute beim GP Denain ins Renngeschehen zurück.

Es gibt sicher einfachere Rennen um nach einer Pause wieder zurückzukommen. Vor Allem wenn man am Rennvortag 1h30 am Flughafen festsitzt weil der Flieger Verspätung hat.

Desweiteren verlangte uns das Wetter einmal mehr alles ab.

Temperaturen um den Gefrierpunkt verhinderten, dass wir die geplante Runde mit insgesamt 20km Kopfsteinpflaster fahren konnten.

Da es über Nacht geschneit hat, waren die Sektoren gefroren und somit unpassierbar.

 

1h vor dem Start wussten wir noch immer nicht, ob das Rennen überhaupt stattfindet.

Die Rennorganisation traf dann die (richtige) Entscheidung die meisten Kopfsteinpflasterpassagen rauszustreichen, sodass wir lediglich einen 1,6 km langen Abschnitt (3x) auf der Schlussrunde absolvierten.

 

Das Rennen war von Beginn an unglaublich schnell. Auf die Plätze, fertig und 2,5h Vollgas!

Durch den starken Wind war es durchweg immer hektisch im Feld und das Peloton fiel mehrfach auseinander, fügte sich aber immer wieder zusammen.

1 Runde vor Schluss ging ich dann eine Attacke mit und war mit 8 weiteren Fahrern an der Spitze. Die Gruppe arbeitete aber nicht richtig zusammen, da alle am Anschlag waren.

Auf der Kante kamen dann 3 Mann von Direct Energie nach vorne und fuhren direkt durch.

 

Jetzt waren wir nur noch 7 Mann an der Spitze.

Bereits 12 km vor dem Ziel begannen sie zu attackieren und schaufelten sich damit ihr eigenes Grab.

Adrien Petit starb alleine im Gegenwind während die Verfolgergruppe zu uns aufschloss.

Ich war dann im Finale aber so platt, dass ich nur noch auf Platz 21 mit durchrollte.

 

Alles in Allem bin ich mit meinem heutigen Renntag aber sehr zufrieden.

Die Beine sind zwar noch nicht wieder bei 100%, ich war aber trotzdem im Finale präsent.

Das gibt Motivation für die schönste Zeit des Jahres: Die Klassikersaison.

 

Bereits Mittwoch fliege ich wieder nach Belgien wo ich zunächst im Aufgebot für den GP  E3 und Gent-Wevelgem stehe.

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