November 2017

20.11.2017

Blick zurück und nach vorne

Hallo zusammen!

 

Seit der Vuelta war es etwas still auf dieser Seite. Ich denke der Grund dafür ist allen klar; mental war das für mich keine einfache Phase und ich wollte etwas Abstand von allem nehmen.

 

Zunächst stellte ich das Rad also fürs erste in die Ecke.

Dann trainierte ich aber wieder fleißig und mit neuem Elan weiter um zum Abschluss der Saison noch ein paar Rennen zu fahren.

Ich selbst blieb bei diesen Rennen eher unauffällig und arbeitete für das Team. Dies zahlte sich jedoch mit einem Sieg durch Rudy Barbier bei Paris-Tours aus.

 

Nach Paris-Tours legte ich dann erneut eine Pause ein, die ich für einen Kurzurlaub mit alten Schulfreunden nach Barcelona nutzte.

 

Wieder zurück aus dem Urlaub begannen dann auch schon die ersten Vorbereitungen für 2018. Langsam aber sicher fing ich wieder an zu trainieren.

Letzte Woche kamen wir dann alle (Staff und Fahrer) von AG2R LA Mondiale zusammen um uns bei dem gewohnten Teambuilding-Trainingslager in Vaujany (Oisans) gemeinsam zu beschäftigen.

 

Während in den letzten beiden Jahren lediglich sportliche Aktivitäten ohne Rad auf dem Programm standen, ging es für mich und einige weiteren Kollegen zusätzlich noch auf die Rolle und auch auf das Mountainbike.

 

Grund dafür ist aber nicht eine neue Philosophie seitens des Teams, sondern dass ich für 2018 im Aufgebot für die Tour Down Under in Australien stehe und somit etwas früher als alle anderen in Form kommen muss.

 

Ich freue mich, dass ich vom Team nach einem verkorksten Jahr 2018 nicht nur einen neuen 2-Jahresvertrag angeboten bekommen habe, sondern auch gleich noch die Chance bekomme schon im Januar -am anderen Ende der Welt- das in mich gesteckte Vertrauen wieder zurück geben zu können.

 

 

Um noch einmal auf die letzte Saison zurückzukommen:

2017 begann mit 2 Aureissergruppen und dem Gewinn des Bergtrikots beim Étoile Besseges eigentlich richtig gut für mich.

Danach fing ich mir aber eine böse Erkältung ein und ging trotzdem bei den ersten Klassikern an den Start, weil es keinen im Team gab, der mich hätte ersetzen können.

Da fuhr ich mir dann aber richtig einen in den Schuh und sollte mich über die ganze Saison nicht mehr so wirklich davon erholen.

 

Es gab zwar immer wieder einige Lichtblicke wie z.B. Mailand-San Remo oder bei der Tour de Suisse; die großen Achtungserfolge blieben aber aus.

 

Den absoluten Tiefpunkt erreichte ich dann bei der Vuelta und meinem Ausschluss, den ich noch immer zutiefst bereue.

 

Alles in Allem kann man sagen, dass ich 2017 meiner Form und der tatsächlichen Leistungsfähigkeit hinterhergefahren bin, auch wenn meine Leistungswerte sich weiter nach oben verbessert haben.

 

Das tolle im Radsport ist aber, dass jedes Jahr im Winter die Karten neu gemischt werden und in der neuen Saison jeder wieder bei 0 anfängt.

 

Ich freue mich jetzt schon auf die ersten Rennen und ich bin heiß das in mich gesteckte Vertrauen im Jahr 2018 wieder zurückzugeben.

Ich möchte an selber Stelle auch allen danken die meine Berichte hier mit Interesse verfolgen und auch nach einer „nicht so überzeugenden“ Saison noch hinter mir stehen.

 

Den Grundstein für 2018 lege ich bereits jetzt in Mallorca wo ich noch bis Sonntag für 1 Woche die ersten Kilometer unter der Sonne sammle.

Das Wetter zu Hause war einfach zu kalt und zu nass…

 

Am 5. Dezember reise ich dann erneut für 10 Tage nach Spanien, um dann in Gandia mit dem Team das erste gemeinsame Trainingslager zu bestreiten bevor es über die Feiertage nach Hause geht und dann auf nach Australien…

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Michael Bellen